60 Years of form
1997: form im Netz – Design Goes Online

Text: Petra Schmidt, Mathias Wollin

Nº 160

1997

S. 26–31

Stichtag 1. Oktober: Der Informationsdienst form online – design communications and resources network startet im Netz. Täglich werden News geboten, alle vierzehn Tage erscheint ein digitales Magazin. Petra Schmidt und Mathias Wollin betreuen das Projekt. Hier erläutern sie, wie form online entstand. Und wie es funktioniert.



 

Web Sites sind langweilig, schlecht gestaltet und redaktionell vernachlässigt, sagen viele. Das muß nicht sein! Sagen wir. Die weitverbreitete Tristesse im Netz hat uns herausgefordert.

Gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung Linz gingen wir vor einem dreiviertel Jahr daran, den form-Auftritt im Internet neu zu konzipieren. Und dabei wurde uns schnell klar, daß es nicht reicht, Texte und Termine aus einer Zeitschrift ins Netz zu stellen. Das World Wide Web hat seine eigene Logik. Und deshalb versteht sich form online keineswegs als digitale Version der form, sondern als umfassender Informationsdienst. form online ist:

 

News-Service: Das ist eine Nachrichtenbörse: Täglich werden Hot News geboten.

e-zine: Alle vierzehn Tage erscheint ein digitales Magazin mit ausgewiesenen Schwerpunkten: Messe-Neuheiten, Designer-Portraits inklusive. In einem Gespräch geben Gestalter Tips aus ihrer Praxis und verraten Betriebsgeheimnisse – Web Secrets.

Forum: Hier können Designer in Newsgroups über alle Fragen der Gestaltung miteinander diskutieren.

Datenbank und Archiv: Der umfangreiche Pool informiert über Design-Studios und Ausstellungen, Events und Institutionen, Schulen und Jobs. Ab 1998 werden alle Back-Issues der form im Archiv verfügbar sein. Der Anspruch ist hoch: form online will der virtuelle Treffpunkt der gesamten Design Branche sein.

 

Über innovative Medienanwendungen werden wir regelmäßig informieren. Neue, den Web-Anforderungen adäquate Formen der Berichterstattung wollen wir forcieren.

Ein erster Schritt ist getan. Für die Rubrik freeform entwerfen bekannte Web-Designer fortan regelmäßig eine Seite – frei nach Ihren Vorstellungen. Einzige Maßgabe: Neue Standards und Technologien sollten in die Gestaltung einbezogen werden. So werden wir – ebenfalls in Kooperation mit der Hochschule in Linz – mit educational multicasting services (ems), dem sogenannten Bildungsfernsehen, experimentieren.

Mit harten Fakten, journalistisch aufbereiteten Berichten und gestalterischen Experimenten wollen wir Akzente setzen. Hier bringen wir unsere Erfahrung als Macher der ältesten deutschen Design-Zeitschrift mit ins Netz.

Übrigens: form online steht allen Internet-Usern kostenlos zur Verfügung. Bleibt noch die Frage, wie man sich denn Zugang verschaffen kann, um an die gewünschten Informationen zu kommen. Kein Problem, auf diesen Seiten stellen wir die Funktionsweise von form online dar. Schritt für Schritt.



 

Colors

Ein Farb-System, das aus den 216 Farben der Netscape-Palette entwickelt wurde, markiert die einzelnen Rubriken. Sogenannte Roll-overs, die bei Berührung mit dem Curser aufleuchten und wie Karteikarten-Reiter die Rubrik anzeigen, erleichtern die Navigation durch form-online.

 

 

form am Start

Eine Einstiegseite ermöglicht den schnellen Zugriff auf sämtliche Themen und Rubriken. Mit Headlines und Kurztexten folgt diese Seite dem klassischen Prinzip des Inhaltsverzeichnisses. Schlagzeilen führen per Link zu den redaktionellen Beiträgen.

 

 

Täglich informiert

In der Rubrik news publiziert form online täglich kurzgefaßt Facts und Trends aus der Design-Branche. Die datierten Meldungen bleiben dann für zwei Wochen in der Rubrik und sind danach im Archiv abrufbar.

 

 

What’s up?

Der Kalender informiert tabellarisch über Messen, Ausstellungen, Tagungen und Wettbewerbe. Per Link können Zusatz- und Hintergrundinformationen zu den Veranstaltungen abgerufen werden. Auf der Startseite zu dieser Rubrik empfehlen wir alle zwei Wochen unter dem Titel Don’t miss wichtige Events.

 

 

formsache

In dieser Rubrik präsentiert sich der Verlag form. Das komplette Buch- und Zeitschriftenprogramm des Hauses wird vorgestellt. Ein umfangreicher Leser-Dienst mit Abo-Service und Angebotsaktionen ist ebenfalls eingerichtet.

 

 

Die Gutenberg-Galaxie geht online

Hier findet sich das Nachschlagewerk mit vielen Hinweisen zu Verlagen sowie Print- und Online-Publikationen aus dem Design-Bereich. Ein Bookshop ist in Planung, er wird eine Auswahl an Büchern bereithalten und Bestellungen aufnehmen. Im redaktionellen Teil dieser Rubrik werden alle zwei Wochen Berichte über Neuerscheinungen sowie Rezensionen veröffentlicht.

 

 

Traumberuf Designer

In der Rubrik education werden – auf Datenbankbasis – Hochschulen, Studienschwerpunkte und Zulassungsvoraussetzungen präsentiert. Hier finden sich regelmäßig Berichte über die internationalen Ausbildungsstätten. Die Studierenden und Lehrenden haben die Möglichkeit, über die Arbeit an ihrer Schule zu berichten.

 

 

Jobs, Jobs, Jobs

Stellenangebote und -gesuche sind hier ebenso zu finden wie nach Fachinteressen geordnete Links und Artikel. Im redaktionellen Teil dieser Rubrik erscheint zu jeder neuen Ausgabe unser Schwerpunktthema, das sich den Fragen des Interactive Design widmet. Hierzu gehört auch die Rubrik freeform, in der renommierte Web-Designer mit neuen Technologien experimentieren.

 

 

Let’s get together

Mit den Newsgroups, die nach dem Prinzip des „schwarzen Bretts“ funktionieren, fördert form online den Gedankenaustausch in der Design-Community: Jeder Besucher des Netzwerks kann sich an den Fachgesprächen zu Themen aus den Bereichen Industrie-Design, Visuelle Kommunikation und Design-Theorie beteiligen. Insider moderieren die Diskussionen und versuchen durch Stichworte und Statements, die Auseinandersetzung voranzutreiben.

 

 

Dokumentation

Hier entsteht das Recherche-Angebot für Designer und Design-Interessierte! In Kürze werden im digitalen Archiv sämtliche Ausgaben der form – Zeitschrift für Gestaltung online verfügbar sein. Auch die Back-Issues von form online sowie unserer neuen Zeitschriften form diskurs und form spezial werden hier bereitgehalten.

 

 

Who is who in Design?

Hier präsentiert form online Institutionen und Design-Büros nebst Entwürfen. Online können Portfolios mit ausgewählten Arbeiten von Gestaltern aus den Bereichen Industrie-Design, Grafik-Design, Interactive Design, Interior-Design, Mode-Design und Foto-Design abgerufen werden. Ein Branchenverzeichnis zur Design-Szene entsteht. Schon jetzt sind die Seiten aus dem Buch Ranking: Design – Die 100 Besten in der Datenbank verfügbar. In Kürze werden die Einträge aus dem Kompendium Designer Profile – Gestalter stellen sich vor folgen. Im redaktionellen Bereich bringen wir eingehende Porträts zu Designern und Studios.

 

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