26. Juni 2018

News

Designer in Residence.
Gender Design

Einsendeschluss: 15. Juli 2018

hfg-archiv.ulm.de

 

Das Archiv der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm vergibt ein dreimonatiges Stipendium „Designer in Residence“ zu Forschungen zum Thema „Gender Design“, das von September bis Dezember 2018 stattfindet und mit einer Ausstellung Anfang 2019 abschließt.



 

Das Archiv stellt sich einerseits die Aufgabe, der Öffentlichkeit die historischen Bestände in Ausstellungen oder Publikationen zugänglich zu machen, andererseits der Forschung Grundlage und Raum zu bieten, Themen der Gegenwart zu hinterfragen. Dem Stipendiaten soll in den drei Monaten beides ermöglicht werden. Das Programm richtet sich dabei an internationale Designer aus der Praxis oder der Schnittstelle zur Forschung und sieht die Förderung des Nachwuchses in einem wissenschaftlichen Kontext im Mittelpunkt. Die relevanten Designbereiche beziehen sich auf die an der HfG Ulm unterrichteten Studiengänge: Architektur, visuelle Kommunikation, Produktgestaltung, Fotografie, Information und Film (eine Verknüpfung verschiedener Bereiche ist ebenfalls möglich).

Das Stipendium beinhaltet eine monatliche Finanzierung von 1.200 Euro, Budget für Arbeitsmaterialien und Reisekosten, Arbeitsräume im HfG-Archiv, Zugang zu Werkstätten, eine kostenlose Unterbringung in einer der ehemaligen Dozentenhäuser sowie Unterstützung bei der Recherche, Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation.

Das ursprüngliche Ziel der Gestaltungslehre an der HfG Ulm war das Ideal der „Guten Form“, das Produkte basierend auf einem moralischen und demokratischen Grundprinzip für alle entwickelte. Das Thema „Gender Design“ sehen die Initiatoren des Stipendiums als weiterführende zeitgenössische Übersetzung, um kulturelle und soziale Ungleichgewichte zwischen verschiedenen Geschlechtern anzusprechen. Für das Forschungsvorhaben sind die Fragen „Was bedeutet es für den Gestaltungsprozess sowie das -ergebnis, Gender Design ins Zentrum der Formfindung zu rücken und was heißt es, genderspezifisch, -sensibel, -neutral zu gestalten?“ Ausgangspunkt und Ziel für eine Diskussion im Rahmen der abschließenden Ausstellung.

Die Bewerbungsunterlagen inklusive Motivationsschreiben, Vorhaben und eigenen Arbeiten sind bis zum 15. Juli 2018 an Katharina Kurz per E-Mail zu schicken.



 

Zum Hintergrund der HfG Ulm:

 

1946 gründeten Inge Scholl und Otl Aicher ausgehend von der Volkshochschule in Ulm die HfG Ulm. Das damals entwickelte Ulmer Modell der Gestaltung ist ein auf Technik und Wissenschaft ausgerichteter Prozess mit Fokus auf das gesamte System als interdisziplinäres Experiment. Diese Herangehens- und Denkweise sowie die praktischen Werkzeuge des Designs, die auf wissenschaftlich, fundiertem Wissen aufbauen, sind auch gegenwärtig der größte Diskussionspunkt, um Designerleistung als glaubwürdige Ergebnisse zu präsentieren. Das Bereitstellen der Designgeschichte von 1946 bis 1968 oder eines Nachkriegs-Gestaltungskonzeptes gibt sicherlich viele Einblicke in den Entwicklungsverlauf der Gleichberechtigung aller Geschlechter. Jedoch sollten die gebotenen Mittel dafür genutzt werden, die sozialen Urteile gegenüber allen Menschen interkontinental, interkulturell und besonders frei von Produkt und Markt zu erforschen. 

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