form Nº 272.
Muster


Muster sind kein Oberflächenphänomen, auch wenn sie oft an dieser Stelle – ob auf Textilien, Produkten oder Fassaden – sichtbar werden. Sie gehen tiefer und sind fern von ihrer dekorativen Funktion in Denk- und Verhaltensweisen sowie der natürlichen als auch menschengemachten Umwelt wiederzufinden. Sie dienen als Vorlage und Inspiration oder stehen als Max Mustermann für den anonymen Durchschnitt. In form 272 gehen wir dem Thema Muster in allen Lebensbereichen nach.




Die Mode- und Textilwissenschaftlerin Kerstin Kraft spannt den Bogen in ihrem Artikel „Die Strukturation der Welt – People Need Patterns“ weit über das Wesen des Textilen hinaus, indem sie darauf verweist, dass „Mustererkennung und Musterproduktion [dem Menschen] als Mittel zur Weltstrukturation und Weltaneignung [dienen]“. Welche unterschiedlichen Bedeutungen Muster haben, arbeitet Franziska Müller-Reissmann in „Muster als Modell – Samples and Patterns“ anhand der Mustersammlung der Zürcher Hochschule der Künste heraus: sie können sowohl „räumlich“ als auch „reproduktiv“ sein; eine Verzierung, die sich im Raum fortsetzt, oder ein Ausschnitt eines größeren Ganzen, den sie veranschaulichen. Worauf es bei Musterhäusern und deren Innenraumgestaltung ankommt, haben uns außerdem der Geschäftsführer von Ein Steinhaus, Karl Dresen, und Lisa Beyer sowie Antonia Roth von Beyer Roth Weis verraten. Verschiedene Beispiele zeigen darüber hinaus, welche vielfältigen Funktionen Muster übernehmen können.

 

Neben dem Muster in all seinen Facetten, widmen wir uns unter anderem der Psychologie und Gestaltung von Luxus, fragen in der Rubrik Discourse nach einem parteiischen Design und haben Julia Lohmann zu den Möglichkeiten kreativer Materialforschung befragt.

 

Für den vierten Teil unserer Jubiläumsserie „Revisiting the Past“ haben wir Designer, Ausstellungsmacher und Unternehmer um ihre Meinung zur Bedeutung von Design in Europa gebeten. Die Statements machen deutlich, dass das Design nicht nur von Europa profitiert, sondern auch eine tragende Rolle in der fortwährenden Selbstfindung dieses Kontinents spielen kann. Ganz im Gegenteil zu dem Artikel von Frank Sander in form 131 aus den 1990er-Jahren, der dem Designer angesichts des Vertrags von Maastricht dieses Potenzial abspricht.

 

Aus diesem Heft können Sie den Artikel zur grafischen Gestaltung der Documenta 14, den bereits erwähnten Beitrag „Muster als Modell – Samples and Patterns“ aus dem Focus und die Rezension zur Neuauflage der Zeitschrift Die Dame online lesen.

 

In form Dossiers stellen wir diesmal ein zusätzliches Modelabel vor, das sich einer nachhaltigen und fairen Produktion verschrieben hat und den Beitrag zu „Ethical Fashion“ erweitert.



















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Die Kunst mit dem Zeichen

Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt


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Stoneware Plates
by Katrin Greiling

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