9. Oktober 2018

News

form Nº 280.
Grenzen

Mads Pankow hat recht, wenn er in unserer aktuellen Ausgabe schreibt, dass „Grenzen einen schlechten Ruf haben“. Nichtsdestotrotz brauchen wir sie, „allein schon, um sie übertreten zu können“. In form 280 gehen wir den verschiedenen Funktionen von Grenzen nach, ihren Vor- und Nachteilen sowie der Möglichkeit ihrer Auflösung.



 

Im einleitenden Artikel „Es gibt keine Grenzen“ führt Mads Pankow durch die Entstehungsgeschichte von Grenzen, wie wir sie heute kennen. Während er auf der einen Seite ihre tatsächliche Existenz anzweifelt, zeigt er ebenfalls den Nutzen des Grenzenziehens auf, um Ordnung in der Welt zu schaffen.

Denn die Auflösung von Grenzen, wie sie Hans Ulrich Reck in seinem Text „Leben in der Blackbox“ im Zusammenhang mit unserem unter anderem vom Smartphone getriebenen Leben diagnostiziert, kann auch zum Verlust von (räumlicher) Orientierung führen. Ein Zustand, der nicht irreversibel ist, dessen Änderung aber erfordern würde, bestehende Grenzen nicht zu ignorieren.

So hilfreich Grenzen sein können, um sich zu orientieren, so zerstörerisch können sie werden, wenn die Verbindung zwischen dem voneinander Unterschiedenen nicht gesehen wird. Deswegen plädiert Marjanne van Helvert in ihrem „Manifest für die Rechte der Dinge“ für die Einführung von Grundrechten für Tiere, Pflanzen und Objekte, die zu einem für alle besseren Zusammenleben auf diesem Planeten führen können.

Gravierend ist es, wenn Grenzen existieren, die, wie im Fall des Internets beziehungsweise des sogenannten Cyberspace, als solche für den Nutzer nicht sichtbar sind. Giovanna Reder deckt in ihrem Beitrag „Virtuelle Grenzen“ die Grenzen auf, die internationale Unternehmen und Staaten zu ihrem eigenen Vorteil setzen, dabei aber die Freiheit jedes Einzelnen massiv beschneiden.



 

Außerdem stellen wir im Heft Projekte vor, die integratives Design für Menschen mit Behinderung vorantreiben, diskutieren das noch unerschlossene Potenzial von Hyperlinks bei der Organisation von Wissen, untersuchen den Zusammenhang von Design und Mathematik und besprechen in der Rubrik Material die Rolle von Materialien in digitalen Bildwelten, die durch ihren Hyperrealismus beeindrucken.

 

Aus dieser Ausgabe können Sie drei Artikel mit zusätzlichem Bildmaterial auf unserer Webseite online lesen. Das sind der Beitrag „Schönheitsfehler – Constructing Imperfection“, der bereits erwähnte Text „Ein Manifest für die Rechte der Dinge“ und der Artikel „Konstruktive Bilderwelten – Red Square and Little Yellow“ aus der Rubrik Archive, in dem die Geschichte des Bilderbuchs über das reine Kinderbuch hinaus beleuchtet wird.

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Nº 280
Grenzen

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