17. März 2018

News

Gudrun Zapf von Hesse 
im Institut für Neue Technische Form

Text: Jörg Stürzebecher

Friedensplatz 11, Darmstadt

20. März – 15. April 2018

institut-fuer-neue-technische-form.de

 

Das Institut für Neue Technische Form (INTeF) ist zusammen mit dem iF Hannover und dem Rat für Formgebung in Frankfurt die älteste Einrichtung, die seit Gründung der Bundesrepublik Design fördert. Dabei war das INTeF, gerade was Ausstellungen betrifft, von Beginn an wesentlich breiter ausgerichtet als der jahrzehntelang auf die Produktgestaltung ausgerichtete Rat.



 

Anders als der Rat erhielt das INTeF zwar öffentliche Förderung, war aber nie eine vom Bund grundfinanzierte Einrichtung. Dies brachte, neben Raum- und Personalquerelen mit anderen Einrichtungen, das INTeF oft in Schwierigkeiten, die immer wieder sogar die Existenz gefährdeten. Es war daher längst nicht ausgemacht, dass das INTeF nach dem Tod des langjährigen Geschäftsführers Michael Schneider 2016 seinen Betrieb fortsetzen könnte, zumal auch die Nutzungsrechte in den historischen Räumlichkeiten am Friedensplatz ausliefen. Glücklicherweise haben Oberbürgermeister und Kulturdezernent Darmstadts aber auf diese Bedrohung reagiert und dem INTeF ein ehemaliges Möbelhaus, das später als stadtbekanntes Szenelokal „Waben“ bekannt wurde, für seine Arbeit zur Verfügung gestellt. Nachdem im Herbst 2017 der etappenweise, großteils mit Handwagen durchgeführte und entsprechend auch öffentlich wahrgenommene Umzug stattfand, konnten ab Ende 2017 bereits in den noch unfertigen Räumen Veranstaltungen, etwa in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt, stattfinden. Dabei stellen die Räume, die über große Glasflächen und kaum feste Wände verfügen, eine Herausforderung an jede Ausstellungsgestaltung dar.

Nun also ist es soweit. Die erste Ausstellung im neuen INTeF, das mit dem Umzug auch das kleine „e“ im Namenskürzel einführte, kann am 17. März 2018 um 17 Uhr eröffnet werden. Sie ist einem 100. Geburtstag gewidmet, dem der Schriftgestalterin Gudrun Zapf von Hesse, die als Jubilarin bei der Eröffnung anwesend sein wird. Zapf von Hesse begann als Buchbinderin und Kalligrafin, 1948 entstand ihre erste Satzschrift „Diotima“, bis 1991 folgten im In- und Ausland vertriebene Schriften wie „Smaragd“ oder „Nofret“, zuletzt die „Alcuin“ und die „Clombine“. Zudem ist gerade bei Fontshop ihre erste digitale Schrift „Hesse Antiqua“ erschienen. Bei der Eröffnung wird Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch sprechen, der damit erneut die Verbundenheit der Stadt mit dem INTeF ausdrücken wird, sowie Isabel Naegele von der Hochschule Mainz, die in das Werk der Gestalterin einführen wird.

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