Peter Keetman.
Gestaltete Welt

Deichtorhallen, Haus der Photographie, Hamburg

– 12. Februar 2017

deichtorhallen.de


Im April 1916 geboren, kommt Peter Keetman in einem wohlhabenden Elternhaus zur Welt. 100 Jahre später eröffnet ihm zu Ehren eine Ausstellung, die sein Schaffen und seine Ästhetik in den Mittelpunkt stellt: „Peter Keetman. Gestaltete Welt – ein fotografisches Lebenswerk“.




Keetman wurde in den ersten Weltkrieg hineingeboren und beteiligte sich am Zweiten. 1940 ging er zur Wehrmacht und kehrte vier Jahre später schwer verletzt nach Deutschland zurück. Vor dem Krieg hatte er an der Bayrische Staatslehranstalt für Lichtbildwesen studiert, ein paar Jahre nach seiner Rückkehr machte er in München seine Meisterprüfung in dem Fach, für das er bekannt werden sollte. Keetman war außerdem Mitbegründer der Gruppe Fotoform, die die Fotografie der Nachkriegszeit prägte, jedoch zerbrach, als Keetman und andere Mitglieder in die Gesellschaft deutscher Lichtbildner (GdL) eintraten.

Seine Erfahrungen prägten seine Fotografien. So zeigt die Ausstellung zum ersten Mal ein breiteres Spektrum seiner frühen Arbeiten. Zu sehen ist München während der NS-Zeit und der Krieg gegen die Sowjetunion, Naturlandschaften sowie Industriefotografie.

Auch die bekanntesten Bilder von Keetman können besichtigt werden. Dazu zählen Aufnahmen aus dem Volkswagen-Werk, in denen durch Abstraktion der Blick auf die Form geschärft wird. Keetman fotografierte ausschließlich in Schwarz-Weiß, wodurch seine Fotografien manchmal experimentell und surreal wirken, aber trotzdem gekonnt mit Licht und Schatten spielen. Sie vermitteln vor allem Klarheit, Ordnung und sind durch ihre Stillleben ähnliche Art beruhigend und harmonisch.

Schwarz-weiße Bilder in schwarz-weißen Räumen zeigt die Ausstellung in den Deichtorhallen um das Leben und Werk Peter Keetmans und die Entwicklung der deutschen Fotografie in den 1940er- und 1950er-Jahren noch bis 12. Februar 2017. Begleitend zur Ausstellung finden passende Vorträgen statt, wie „Das Schöne als universeller Wert“ (Februar 2017) und „Die Linie als Gestalterisches Element“ (7. Dezember 2016).

 



















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