3. September 2018

News

Schwimmen in Geld

Sckellstraße 12, Dortmund

– 21. September 2018

bigbeautifulbuildings.de

 

Die Ausstellung „Schwimmen in Geld – Private Hallenbäder des deutschen Wirtschaftswunders“ findet anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 im Rahmen der „Big Beautiful Buildings. Als die Zukunft gebaut wurde“-Kampagne der Stadt Bau Kultur NRW und der TU Dortmund statt. Ziel der Kampagne ist es, Bauten der 1950er- bis 1970er-Jahre wieder- oder gar neu zu entdecken.



 

Richard Schmalöer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schwimmbäder der Nachkriegszeit fotografisch festzuhalten und daran zu verdeutlichen, wie sich aus den Krisenjahren ein gehobener Lebensstandard mit einem gewissen Grad an Dekadenz entwickelt hat. Öffentliche Bäder gab es kaum, und so war es ein Zeichen von Wohlstand, wenn man sich ein eigenes ins Haus baute. In Richard Schmalöers Elternhaus befand sich ein solches, das der Dortmunder Architekt und Fotograf heute als Veranstaltungsraum nutzt. Sein besonderes Interesse gilt dem Wiederaufbau nach dem Krieg, aus dem für einen Teil der Bevölkerung dank Wirtschaftswunder in rasantem Tempo ein Wohlstand hervorging, für den die privaten Schwimmbäder sinnbildlich stehen.

Gerahmt wird die Ausstellung von einer Arbeit seiner Tochter Johanna und deren Freund Lukas Klietsch, die den Vorraum des ehemaligen Schwimmbads in eine Wasserklanginstallation umwandelten. Sie versuchen, mögliche Szenarien, die sich in den Schwimmbädern abgespielt haben könnten, zu vertonen, beispielsweise Partys und Kindergeburtstage, aber auch Momente der absoluten Ruhe. Nicht nur die aktiven Jahre der Schwimmbadnutzung will Schmalöer zeigen, sondern auch die darauffolgende Aufgabe vieler Bäder aufgrund rasant steigender Strom-, Gas- und Ölpreise. Er sieht in diesen privaten Schwimmbädern eine Art unentdeckte Bautypologie der Nachkriegszeit, die er mit seinen Fotografien, welche er in 13 Jahren gesammelt hat, zugänglich machen möchte. Ende 2017 erschien ein gleichnamiger Bildband Schmalöers im Verlag Kettler.

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Nº 279
Embodiment in Design

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