(Un)Erwartet.
Die Kunst des Zufalls

Kunstmuseum Stuttgart

– 19. Februar 2017

kunstmuseum-stuttgart.de


Von Zufall spricht man, wenn für Ereignisse keine Begründung oder Erklärung gegeben werden kann. In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Kunst immer wieder mit dem Thema des Zufalls auseinandergesetzt und Methoden sowie Verfahren entwickelt, um Zufallsprozesse unter definierten Bedingungen auszulösen. Mit einer vielfältigen Sammlung bestehend aus 120 Werken präsentiert die Sonderausstellung „(Un)Erwartet. Die Kunst des Zufalls“ im Kunstmuseum Stuttgart die Ergebnisse dieser experimentellen und systematischen Auseinandersetzung. 




1920 waren es Hans Arp und die Surrealisten, die als Erste das schöpferische Potenzial des Unerwarteten erkannten. 1925 wurde der Zufall von Max Ernst für seine Frottagen entdeckt und weiterentwickelt. Dafür legte er strukturierte Oberflächen wie Blätter oder Holz unter Zeichenpapier und rieb sie mit Bleistift durch. Aus den resultierenden Strukturen und Mustern schuf er im Anschluss seine Bilder. Auch in die Konkrete Kunst hielt der Zufall in den 1960er-Jahren mit Rune Mields und Vera Molnár Einzug, die den mathematischen Aspekt des Zufalls in ihre Kunst einfließen ließen. Bis heute zählt das Sujet des Zufalls zu den relevanten Themen der Kunst. Timm Ulrichs‘ Bodenobjekt „Casual : Causal“und Patrycja Germans performative Installation „Kartenlegen“ beispielsweise, setzen bei der Frage an, was der Zufall für den Menschen in Entscheidungssituationen bedeutet. Das vielfältige Begleitprogramm setzt sich aus Stadtführungen, Performances, Podiumsdiskussionen sowie einem Thementag und einem Kammerkonzert zusammen und lädt nicht nur zum Betrachten, sondern auch zum Mitmachen und Ausprobieren ein. Ein Beispiel dafür ist das speziell für die Ausstellung entwickelte „VersuchsLabor“, das Besucher jeden Alters sowie Schulklassen zum Experimentieren und Erforschen zum Thema Zufall begrüßt.



















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