Unreal. Die algorithmische Gegenwart

Haus der elektronischen Künste, Basel

– 20. August 2017

hek.ch


Durch das Internet hat unsere Realität eine neue Ebene der Wahrnehmung und des Erlebens gewonnen – sie wird komplexer und vielschichtiger. Dieser neuen Komplexität des digitalen Zeitalters widmet sich das Haus der elektronischen Künste in Basel. Mit 24 Werken internationaler Künstler bildet die Ausstellung „Unreal. Die algorithmische Gegenwart“ den Versuch, unsere digitale Gegenwart kritisch zu hinterfragen und alternative Perspektiven zu suchen und zu untersuchen. 




Dabei wird die Immaterialität des Digitalen greifbar und mit allen Sinnen erlebbar gemacht. So bietet der Klangraum „Reflex“ von Carsten Nicolai den Besuchern eine akustische Illusion. Die bekannte Arbeit „Stranger Visions“ der amerikanischen Künstlerin Heather Dewey Hagborg zeigt auf beunruhigende Weise, welche Möglichkeiten in der Decodierung gefundener DNA stecken: Basierend auf DNA-Spuren wie Zigarettenstummeln oder Haaren, die sie an öffentlichen Plätzen aufgelesen hat, wurden die Gesichter der Besitzer anhand der dekodierten DNA rekonstruiert.

Es werden auch Werke gezeigt, die spezifisch für den Ausstellungskontext realisiert wurden, etwa das kinetische Werk „πTon/2“ des Schweizer Künstlerduos Cod.Act oder die Lichtinstallation „Untitled – Plato’s Cube“ des chinesischen Künstlers Wang Yuyang.

Ergänzt werden die installativen Werke durch das Projekt „TRransfer Download“ von der Transfer Gallery in New York. Eine Videoinstallation präsentiert ein Duzend Kunstwerke, die sich mit virtueller Realität, Algorithmen in der Videokunst und dem Internet als Basis der Kunst befassen. 


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