Die Gesellschaft für Designgeschichte (GfDg) tagt vom 19. bis 20.3. im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt a.M. Der Titel der Jahrestagung: „Neo-Funktionalismus?“ Die These: Das Überangebot an Produkten scheine einem Bedürfnis nach einer neuen Funktionalität, Rationalität und Ressourcenbewahrung gewichen zu sein. Die zunehmende Wertschätzung von Designern wie Jasper Morrison, Naoto Fukasawa oder Jonathan Ive zeige einen Kult des Einfachen und Funktionalen.
Das werfe auch ein neues Licht auf die Funktionalismus-Diskussion, wie sie vor allem im deutschsprachigen Raum seit dem Ende des 19. Jahrhunderts geführt wurde. Welche Versprechen der „Moderne“ sind heute noch oder wieder aktuell, welche nach wie vor unerfüllt oder aber obsolet? Wie definiert sich eine sowohl ästhetische wie soziale und funktionale Haltung zu den Dingen im 21. Jahrhundert? Welche Dinge braucht der Mensch überhaupt und wie sollten sie beschaffen sein?
In den Vorträgen des ersten Tages stehen die Geschichte und Theorie funktionaler Gestaltung aus heutiger Perspektive im Mittelpunkt. Der zweite Tag ist als Reflexion dieser Theorien auf das zeitgenössische Design angelegt. Mehrere Designer werden ihre jeweilige Haltung in Form von Werkberichten vorstellen, anschließend gibt es ein moderiertes Podiumsgespräch zwischen den Gestaltern und Gestaltungshistorikern. Am Nachmittag des 20.3. findet dann die Mitgliederversammlung statt. Mitglieder können im Vorhinein Themen vorschlagen.
Bis 15.02.2010 können noch Abstracts für 15-minütige Kurzvorträge zum Tagungsthema „Neo-Funktionalismus?“ eingereicht werden.
Der Tagungsbeitrag beträgt für Mitglieder 40 Euro (ermäßigt: 20 Euro), für Nicht-Mitglieder 80 Euro (ermäßigt 40 Euro).
Weitere Informationen unter:
gfdg.org