Stadt der Ströme
10/07/12
Jede Stadt ist anders, und dennoch sind sie alle ein Spiegel der Zeit. Unabhängig von ihren Besonderheiten, baulichen Bedingungen und Traditionen hat im 20. Jahrhundert das globale Muster der autogerechten Stadt die urbanen Zonen erobert. Jetzt, im neuen Jahrhundert, scheinen die Städte langsam zu einem Spielfeld von Verfremdungen, unterschiedlichsten Projekten, Möglichkeiten der temporären Nutzung, der permanenten visuellen und akustischen Berieselung zu werden. Die „urbanen Nomaden“ sind schon an keine bestimmte Stadt mehr gebunden; sie sind City-Hopper, die sich mithilfe von Navigationssystemen und Applikationen durch die Metropolen bewegen. Lösen nun die digitalen Technologien und ihre Ströme den Einfluss der Autos auf die Städte ab?
Vom 12. bis zum 14. Juli 2012 führt die interdisziplinäre Tagung „Stadt der Ströme“ unterschiedliche Perspektiven zum Thema zusammen. Von Interfacedesign und Stadtplanung über Informationswissenschaften bis hin zu Kunst, Kultur- und Sozialarbeit – während der dreitägigen Veranstaltung werden neue Mischverhältnisse zwischen analogen und digitalen Welten, zwischen Privatheit und Öffentlichkeit bei der Weiterentwicklung städtischer Gesellschaften vorgestellt und diskutiert.
Die Konferenz des Innovationskollegs der Fachhochschule Potsdam in Kooperation mit der Landeshauptstadt findet im Potsdamer Hans Otto Theater statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter
Stadt der Ströme. Für Kurzentschlossene gibt es eine Tageskasse.
Bild links: Hans Otto Theater, der Veranstaltungsort. Quelle:
Stadt der Ströme