Agenda

November

Jewelry Making: Past & Present

The Museum for Islamic Art, Jerusalem / IL
– 16.11.2019
islamicart.co.il 

Die Ausstellung „Jewelry Making“ im Museum for Islamic Art teilt sich in drei verschiedene Bereiche, die Schmuckherstellung unter verschiedenen Aspekten heraus betrachten. Unter religiösen, rituellen Gesichtspunkten, werden historische Exemplare aus Christentum, Islam und Judentum vorgestellt, die Auskunft über kulturelle und ethnische Identitäten geben. In einem weiteren Teil werden Objekte zeitgenössischer Künstler präsentiert, die von Motiven und Formen historischer, islamischer Schmuckarbeiten inspiriert wurden und somit Tradition und Wandel sich spannungsreich gegenüberstehen. Der letzte Ausstellungsteil widmet sich der Schmucksammlung der Sängerin Ofra Haza.

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Minimalism / Maximalism

The Museum at FIT, New York / US
– 16.11.2019
fitnyc.edu/museum/ 

Während die Mode der vergangenen Jahre minimalistisch geprägt war, setzt sich seit kurzem mehr und mehr ein Trend zum Maximalismus durch. Das Museum des Fashion Institute of Technology in New York geht in der Ausstellung „Minimalism/Maximalism“ dem Spannungsfeld zwischen diesen Extrempositionen nach, das sich durch die gesamte Geschichte der Mode zieht. Die Ausstellung setzt im 18. Jahrhunderts an, geprägt von einem Ethos des „more is best“, dem ein egalitärer zurückhaltender Stil folgt. Nüchterne schwarze Businessanzüge für Männer im Kontrast zu ornamentreichen Stilen und extremen Silhouetten bei Frauen lassen die Linie im 19. Jahrhundert entlang der Geschlechtergrenze verfolgen. Bis in die Gegenwart zeigt die Ausstellung, wie untrennbar Minimalismus und Maximalismus miteinander verbunden sind.

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Connecting Afro Futures. Fashion x Hair x Design

Kunstgewerbemuseum, Berlin / DE
– 01.12.2019
smb.museum 

Lange Zeit diente die afrikanische Kultur westlichen Modeschöpfern als Inspirationsquelle. Eine junge Generation afrikanischer Modedesigner ist nun im Begriff, die Vormachtstellung des „westlichen Systems Mode“ aus einem dekolonialen Selbstverständnis heraus zu durchbrechen. Durch Disziplinierung, Reglementierung und Unterwerfung unter westliche Schönheitsideale wurden afrikanische Körper zu einem zentralen Austragungsort kolonialer Machtverhältnisse. Das führte unter anderem dazu, dass traditionelle afrikanische Haarstile beinahe in Vergessenheit gerieten. Heute werden sie als Ausdrucksform kreativer Identitätsbildung wiederentdeckt. Die Kuratorinnen Claudia Banz, Cornelia Lund und Beatrace Angut Oola versammeln die Arbeiten afrikanischer Designer und Künstler aus Uganda, Benin und dem Senegal, die sich in Installationen und multimedialen Arbeiten mit den Themen Mode und Haar auseinandersetzen. Ein Katalog zur Ausstellung mit Essays und Interviews wird im Kerber Verlag erscheinen.

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Ich bin ganz von Glas. Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute

Industriemuseum, Chemnitz / DE
– 01.12.2019
marianne-brandt-wettbewerb.de 

Glas bildet bei der Ausstellung „Ich bin ganz von Glas. Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute“ im Industriemuseum Chemnitz den Fokus. Die Arbeiten, welche im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbs ausgestellt werden, reichen von illusionistischen Installationen über Skulpturen bis hin zu architektonischen Studien.

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Das ist Leder! Von A bis Z

Deutsches Ledermuseum, Offenbach am Main / DE
– 29.12.2019
ledermuseum.de 

Die Ausstellung „Das ist Leder! Von A bis Z“ präsentiert in Form eines Lederalphabets eine umfangreiche Auswahl an Objekten aus unterschiedlichen Lederarten, anhand derer die spezifischen Anforderungen für die damit verbundene Gestaltung erläutert werden. Zu den verschiedenen Lederarten wie Rindsund Schafleder, Nubuk- und Velourleder sowie Krokodil-, Straußen- oder Haifischleder bieten sogenannte Medientische, die verschiedene Installationen ansteuern, Informationen zu den wichtigsten Eigenschaften der Materialien und präsentieren mögliche Anwendungsgebiete. Besucher haben außerdem die Möglichkeit, die Materialien selbst zu berühren und zu erfahren. In eigens für die Ausstellung produzierten Kurzfilmen äußern sich zudem Feintäschner, Designer und Produzenten im Rahmen von Kurzporträts zu Themen wie Handwerk, Tradition, Fertigungsprozessen oder der Rolle von Trends.

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Seltsame Tage – Arno Schmidt und Darmstadt 1955–1958

Technische Universität, Darmstadt / DE
– 05.01.2020
seltsametage.de 
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SBB CFF FFS

Museum für Gestaltung, Zürich / CH
– 05.01.2020
museum-gestaltung.ch 

Bahnhöfe, Züge und Plakate machen die Schweizerischen Bundesbahnen SBB zu einem Paradebeispiel für Schweizer Design. Das Museum für Gestaltung Zürich widmet sich erstmalig in einer Ausstellung diesem Thema.

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Unilabor und Konkrete Poesie

Opelvillen, Rüsselsheim / DE
– 12.01.2020
opelvillen.de 

Im Herbst 2017 war er zuletzt in den Schlagzeilen, der 1925 geborene Begründer der konkreten Poesie, Eugen Gomringer. Damals hatte eine falsch verstandene politische Korrektheit sein Gedicht „avenidas“ zum Überstreichen freigegeben und damit Zensur im öffentlichen Raum,trotz aller Proteste vieler kultureller Initiativen, vollzogen. Nun wird Gomringer mit seinen lateinamerikanischen Weggefährten seit den frühen 1950er-Jahren in Rüsselsheim gefeiert, eine Ehrung an der Peripherie und damit so recht passend zu jener Poesie, die „in Buchstaben und Lauten gestaltet wird, wobei diese Mittel immer wieder in Frage gestellt bzw. entdeckt werden.“ (Gomringer) Der Begriff „konkret“ verweist auf die gleichnamige Kunstrichtung, mit der Gomringer vielfältig vertraut war und ist: Als Mitbegründer der Berner avantgardistischen Zeitschrift Spirale, vor allem aber als Sekretär des ersten HfG Ulm-Rektors Max Bill. An der HfG kam es auch zum Besuch brasilianischer Dichter, die ähnliche Ziele wie Gomringer verfolgten, und zeitweise war sogar vorgesehen, die Spirale von Ulm aus zu verlegen. Das ist lange her, und Brasilien, das auf seiner Landesflagge Ordnung und Fortschritt gleichermaßen anstrebt, war seinerzeit ein Ort städtebaulicher Utopie, künstlerischen Aufbruchs und philosophischer Reflexion – man denke nur an Max Benses Buch "Brasilianische Existenz".

So verwundert es nicht, dass es zwischen dem riesigen Land und der kleinen HfG zu Verbindungen kam. So studierten zum Beispiel an der HfG die Grafiker und Künstler Almir Mavignier, Mary Vieira und Alexandre Wollner, und sehr früh und recht kurz, der der subjektiven Fotografie zuzurechnende Geraldo de Barros. Dieser gründete mit Freunden bereits 1954 die Möbelproduktion Unilabor. Deren Produkte wurden in Europa bislang nie in größerem Unfang gezeigt, sodass die Opelvillen hier Pionierarbeit leisten. Was Unilabor versuchte, war Moderne jenseits des Modischen, Orientierung kam etwa von String oder Egon Eiermann. Falsch ist es hierbei, das Mobiliar lediglich als Ausdruck eines Midcentury-Zeitgeistes wahrzunehmen, denn Unilabor ging mit den Organisations- und Arbeitsbedingungen hin zur gleichberechtigten Produktion, zum sozialen Experiment. Das zeigt auch das von de Barros entworfene Logo, eine Zwischenstufe vom Agitprop zur Grafik des Pariser Mai 1968.

 

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111/99. Fragen zur Gestaltungssprache der Moderne

Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin / DE
– 13.01.2020
museumderdinge.de 

Bis Anfang nächsten Jahres zeigt das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin vier Ausstellungen, in welchen die Verbindungen zwischen dem 1907 gegründeten Deutschen Werkbund und dem 1919 gegründeten Bauhaus offensichtlich und die von den Institutionen ausgehenden Einflüsse auf die Moderne nachverfolgt werden. Der erste Teil ist aktuell zu sehen und zeigt kommerzielle Grafiken, welche die Entwicklung vom Jugendstil zur Sachlichkeitveranschaulichen.

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Stille Stars: Keramik in Film und Werbung

Porzellanikum, Selb / DE
– 26.01.2020
porzellanikon.org 

Das Porzellanikon Selb rückt in der Ausstellung „Stille Stars“ eine Produktkategorie ins Rampenlicht, die im täglichen Leben meist eine Nebenrolle spielt und doch in unserem Alltag allgegenwärtig ist. Die Rede ist von Keramikartikeln, die in Werbespots von Dr. Oetker bis Kellogg’s zur Inszenierung der beworbenen Produkte dienen und in Filmen und Fernsehserien, wie „Pappa ante Portas“, „Pastewka“ oder „Stromberg“ alltägliche Lebenswelten illustrieren. Die Ausstellung untersucht Einsatz und Wirkung von Keramik- und Porzellanartikeln in Medien von den 1930er-Jahren bis heute, um ihre versteckten Botschaften und Codes offenzulegen. Dabei schaut sie nicht nur auf die Darstellung selbst, sondern gewährt Blicke hinter die Kulissen, wenn die Ausstatterin des Films „Grüner wird’s nicht“ anhand von Filmausschnitten die Wahl der jeweiligen Requisiten erläutert.

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Reflex Bauhaus

Die Neue Sammlung – The Design Museum, München / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Das hundertjährige Jubiläum des Bauhauses 2019 wird weltweit in einer Vielzahl von Ausstellungen und Projekten begangen. Auch die Neue Sammlung in München nimmt sich der Thematik an und betont gleichzeitig die eigene historische Verbundenheit, entstanden direkt nach der Museumsgründung 1925. „Reflex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations“ präsentiert in diesem Zusammenhang nicht nur eine Vielzahl originaler Objekte aus dem Bestand der Sammlung, darunter Textilien, Möbel, Leuchten und Keramik, sondern setzt sie auch mit zeitgenössischen Arbeiten in Kontext. Hierfür wurden fünf Künstler eingeladen, eine Position in Dialog mit einem der Exponate zu entwickeln: die Designerin Ayzit Bostan,e Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen. So soll den Besuchern „die Lesbarkeit von überlieferter Herkunft und heutiger Reflexion“ ermöglicht werden.

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Thonet & Design

Die Neue Sammlung – The Design Museum, Munich / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Die Ausstellung „Thonet & Design“ in der Neuen Sammlung in München reflektiert anhand der Unternehmensgeschichte von Thonet 200 Jahre Möbeldesign. Thonet wurde 1819 vom Tischlermeister Michael Thonet gegründet und wurde im Laufe der Zeit zu einem der bedeutendsten Holzmöbelhersteller. In den 1920er-Jahren wendete sich das Unternehmen den damals neuartigen Stahlmöbeln zu, wodurch auch die Verbindung zu verschiedenen Bauhaus-Gestaltern zustande kam. Die Ausstellung zeigt neben den Bugholz- und Stahlrohrmöbeln aber auch Entwürfe zeitgenössischer Designer wie Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic oder Sebastian Herkner. Steffen Kehrle, der die Ausstellung gestaltet hat, entwarf im Rahmen dieser Arbeit außerdem ein Sitzmöbel für die Neue Sammlung.

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Fotografik: Klein, Ifert, Zamecznik

Museum für Gestaltung, Toni-Areal , Zürich / CH
– 09.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Die Ausstellung „Fotografik: Klein, Ifert, Zamecznik“ zeigt, wie In den 1950er- und 1960er-Jahren intensive Verflechtungen von grafischer Gestaltung und abstrakter Fotografie entstanden.

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Mary Quant

Victoria & Albert Museum, London / GB
– 16.02.2020
vam.ac.uk 

Als Mutter des Minirocks hat sich Mary Quant in die Modegeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben, im Februar 2019 feierte die Designerin ihren 85. Geburtstag. Jetzt widmet ihr das V&A eine Ausstellung, die sich auf ihre prägendsten Jahre zwischen 1955 und 1975 konzentriert, in denen Quant aus ihrer Boutique Bazaar heraus neben dem Minirock mit bunten Strumpfhosen, Regenmänteln aus PVC und maßgeschneiderten Hosen die Mode einer ganzen Generation und den Look des Swinging London prägte. Das Museum greift nicht nur auf die eigene, größte öffentliche Sammlung von Quants Stücken zurück, sondern startete einen landesweiten Aufruf nach Kleidung von Privatbesitzern. 35 Objekte haben es so in die Ausstellung geschafft, die neben den persönlichen Geschichten und Fotos von Frauen in ihrer Lieblingskleidung gezeigt werden.

 

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Wissen in Bildern – Informationsdesign heute

Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal / DE
– 16.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Kung-Fu und Design, Roboterechsen auf dem Cover der Fachzeitschrift Nature – das Museum für Gestaltung Zürich zieht in der Ausstellung „Wissen in Bildern“ vielfältige Verbindungslinien, die Informationsdesign heute eröffnet. So erfassen Sarah Kenderdine und Jeffrey Shaw per Motion Capturing die Kung-Fu-Tradition der chinesischen Hakka-Kultur und machen sie in einer interaktiven Installation erfahrbar. Forscher der HU Berlin digitalisierten die Fossilien einer Urzeit-Echse, um an einem 3-D-gedruckten Roboter dessen Laufbewegung nachzuvollziehen. Sei es der Linienplan für das Projekt einer Rundbahn durch die Pariser Banlieues, der von Integral Ruedi Baur entgegen aller geographischen Gegebenheiten als perfekter Kreis gestaltet ist, oder die visuelle Vermittlung der Folgen des Klimawandels für die Gletscher durch Virtual Reality – der Anspruch ans Informationsdesign ist die möglichst eindeutige Vermittlung komplexer Sachverhalte. Da die Objektivität solcher Gestaltung ein ebenso großes Potenzial zur Manipulation birgt, verlangt es nach einer eigenen Ethik. Dieser nähert sich die Ausstellung über Kai Krauses Arbeit „The True Size of Africa“, in der der Designer die verzerrte Darstellung der Größenunterschiede von Kontinenten auf der Weltkarte zurechtrückt.

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Step by Step. Schuh.Design im Wandel

Ledermuseum , Offenbach / DE
– 31.05.2020
ledermuseum.de  

Mit den Schuhen, in die wir jeden Tag spätestens beim Verlassen des Hauses schlüpfen, drücken wir immer etwas aus. Sollen sie Wohlstand demonstrieren, erotisch wirken oder unauffällig daherkommen – Schuhe können einiges über uns aussagen. Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach zeigt im Rahmen der Ausstellung „Step by Step. Schuh.Design im Wandel“ über 15.000 Objekte, davon 150 aus aller Welt stammende Schuhpaare. Von ungewöhnlichen Modellen wie sibirischen Kinderschuhen aus Lachsleder bis hin zu Designer-High-Heels von Jimmy Choo zeigt die Ausstellung, wie vielfältig Schuhwerk sein kann.

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Dezember

Connecting Afro Futures. Fashion x Hair x Design

Kunstgewerbemuseum, Berlin / DE
– 01.12.2019
smb.museum 

Lange Zeit diente die afrikanische Kultur westlichen Modeschöpfern als Inspirationsquelle. Eine junge Generation afrikanischer Modedesigner ist nun im Begriff, die Vormachtstellung des „westlichen Systems Mode“ aus einem dekolonialen Selbstverständnis heraus zu durchbrechen. Durch Disziplinierung, Reglementierung und Unterwerfung unter westliche Schönheitsideale wurden afrikanische Körper zu einem zentralen Austragungsort kolonialer Machtverhältnisse. Das führte unter anderem dazu, dass traditionelle afrikanische Haarstile beinahe in Vergessenheit gerieten. Heute werden sie als Ausdrucksform kreativer Identitätsbildung wiederentdeckt. Die Kuratorinnen Claudia Banz, Cornelia Lund und Beatrace Angut Oola versammeln die Arbeiten afrikanischer Designer und Künstler aus Uganda, Benin und dem Senegal, die sich in Installationen und multimedialen Arbeiten mit den Themen Mode und Haar auseinandersetzen. Ein Katalog zur Ausstellung mit Essays und Interviews wird im Kerber Verlag erscheinen.

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Ich bin ganz von Glas. Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute

Industriemuseum, Chemnitz / DE
– 01.12.2019
marianne-brandt-wettbewerb.de 

Glas bildet bei der Ausstellung „Ich bin ganz von Glas. Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute“ im Industriemuseum Chemnitz den Fokus. Die Arbeiten, welche im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbs ausgestellt werden, reichen von illusionistischen Installationen über Skulpturen bis hin zu architektonischen Studien.

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Das ist Leder! Von A bis Z

Deutsches Ledermuseum, Offenbach am Main / DE
– 29.12.2019
ledermuseum.de 

Die Ausstellung „Das ist Leder! Von A bis Z“ präsentiert in Form eines Lederalphabets eine umfangreiche Auswahl an Objekten aus unterschiedlichen Lederarten, anhand derer die spezifischen Anforderungen für die damit verbundene Gestaltung erläutert werden. Zu den verschiedenen Lederarten wie Rindsund Schafleder, Nubuk- und Velourleder sowie Krokodil-, Straußen- oder Haifischleder bieten sogenannte Medientische, die verschiedene Installationen ansteuern, Informationen zu den wichtigsten Eigenschaften der Materialien und präsentieren mögliche Anwendungsgebiete. Besucher haben außerdem die Möglichkeit, die Materialien selbst zu berühren und zu erfahren. In eigens für die Ausstellung produzierten Kurzfilmen äußern sich zudem Feintäschner, Designer und Produzenten im Rahmen von Kurzporträts zu Themen wie Handwerk, Tradition, Fertigungsprozessen oder der Rolle von Trends.

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SBB CFF FFS

Museum für Gestaltung, Zürich / CH
– 05.01.2020
museum-gestaltung.ch 

Bahnhöfe, Züge und Plakate machen die Schweizerischen Bundesbahnen SBB zu einem Paradebeispiel für Schweizer Design. Das Museum für Gestaltung Zürich widmet sich erstmalig in einer Ausstellung diesem Thema.

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Seltsame Tage – Arno Schmidt und Darmstadt 1955–1958

Technische Universität, Darmstadt / DE
– 05.01.2020
seltsametage.de 
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Unilabor und Konkrete Poesie

Opelvillen, Rüsselsheim / DE
– 12.01.2020
opelvillen.de 

Im Herbst 2017 war er zuletzt in den Schlagzeilen, der 1925 geborene Begründer der konkreten Poesie, Eugen Gomringer. Damals hatte eine falsch verstandene politische Korrektheit sein Gedicht „avenidas“ zum Überstreichen freigegeben und damit Zensur im öffentlichen Raum,trotz aller Proteste vieler kultureller Initiativen, vollzogen. Nun wird Gomringer mit seinen lateinamerikanischen Weggefährten seit den frühen 1950er-Jahren in Rüsselsheim gefeiert, eine Ehrung an der Peripherie und damit so recht passend zu jener Poesie, die „in Buchstaben und Lauten gestaltet wird, wobei diese Mittel immer wieder in Frage gestellt bzw. entdeckt werden.“ (Gomringer) Der Begriff „konkret“ verweist auf die gleichnamige Kunstrichtung, mit der Gomringer vielfältig vertraut war und ist: Als Mitbegründer der Berner avantgardistischen Zeitschrift Spirale, vor allem aber als Sekretär des ersten HfG Ulm-Rektors Max Bill. An der HfG kam es auch zum Besuch brasilianischer Dichter, die ähnliche Ziele wie Gomringer verfolgten, und zeitweise war sogar vorgesehen, die Spirale von Ulm aus zu verlegen. Das ist lange her, und Brasilien, das auf seiner Landesflagge Ordnung und Fortschritt gleichermaßen anstrebt, war seinerzeit ein Ort städtebaulicher Utopie, künstlerischen Aufbruchs und philosophischer Reflexion – man denke nur an Max Benses Buch "Brasilianische Existenz".

So verwundert es nicht, dass es zwischen dem riesigen Land und der kleinen HfG zu Verbindungen kam. So studierten zum Beispiel an der HfG die Grafiker und Künstler Almir Mavignier, Mary Vieira und Alexandre Wollner, und sehr früh und recht kurz, der der subjektiven Fotografie zuzurechnende Geraldo de Barros. Dieser gründete mit Freunden bereits 1954 die Möbelproduktion Unilabor. Deren Produkte wurden in Europa bislang nie in größerem Unfang gezeigt, sodass die Opelvillen hier Pionierarbeit leisten. Was Unilabor versuchte, war Moderne jenseits des Modischen, Orientierung kam etwa von String oder Egon Eiermann. Falsch ist es hierbei, das Mobiliar lediglich als Ausdruck eines Midcentury-Zeitgeistes wahrzunehmen, denn Unilabor ging mit den Organisations- und Arbeitsbedingungen hin zur gleichberechtigten Produktion, zum sozialen Experiment. Das zeigt auch das von de Barros entworfene Logo, eine Zwischenstufe vom Agitprop zur Grafik des Pariser Mai 1968.

 

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111/99. Fragen zur Gestaltungssprache der Moderne

Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin / DE
– 13.01.2020
museumderdinge.de 

Bis Anfang nächsten Jahres zeigt das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin vier Ausstellungen, in welchen die Verbindungen zwischen dem 1907 gegründeten Deutschen Werkbund und dem 1919 gegründeten Bauhaus offensichtlich und die von den Institutionen ausgehenden Einflüsse auf die Moderne nachverfolgt werden. Der erste Teil ist aktuell zu sehen und zeigt kommerzielle Grafiken, welche die Entwicklung vom Jugendstil zur Sachlichkeitveranschaulichen.

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Stille Stars: Keramik in Film und Werbung

Porzellanikum, Selb / DE
– 26.01.2020
porzellanikon.org 

Das Porzellanikon Selb rückt in der Ausstellung „Stille Stars“ eine Produktkategorie ins Rampenlicht, die im täglichen Leben meist eine Nebenrolle spielt und doch in unserem Alltag allgegenwärtig ist. Die Rede ist von Keramikartikeln, die in Werbespots von Dr. Oetker bis Kellogg’s zur Inszenierung der beworbenen Produkte dienen und in Filmen und Fernsehserien, wie „Pappa ante Portas“, „Pastewka“ oder „Stromberg“ alltägliche Lebenswelten illustrieren. Die Ausstellung untersucht Einsatz und Wirkung von Keramik- und Porzellanartikeln in Medien von den 1930er-Jahren bis heute, um ihre versteckten Botschaften und Codes offenzulegen. Dabei schaut sie nicht nur auf die Darstellung selbst, sondern gewährt Blicke hinter die Kulissen, wenn die Ausstatterin des Films „Grüner wird’s nicht“ anhand von Filmausschnitten die Wahl der jeweiligen Requisiten erläutert.

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Reflex Bauhaus

Die Neue Sammlung – The Design Museum, München / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Das hundertjährige Jubiläum des Bauhauses 2019 wird weltweit in einer Vielzahl von Ausstellungen und Projekten begangen. Auch die Neue Sammlung in München nimmt sich der Thematik an und betont gleichzeitig die eigene historische Verbundenheit, entstanden direkt nach der Museumsgründung 1925. „Reflex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations“ präsentiert in diesem Zusammenhang nicht nur eine Vielzahl originaler Objekte aus dem Bestand der Sammlung, darunter Textilien, Möbel, Leuchten und Keramik, sondern setzt sie auch mit zeitgenössischen Arbeiten in Kontext. Hierfür wurden fünf Künstler eingeladen, eine Position in Dialog mit einem der Exponate zu entwickeln: die Designerin Ayzit Bostan,e Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen. So soll den Besuchern „die Lesbarkeit von überlieferter Herkunft und heutiger Reflexion“ ermöglicht werden.

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Thonet & Design

Die Neue Sammlung – The Design Museum, Munich / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Die Ausstellung „Thonet & Design“ in der Neuen Sammlung in München reflektiert anhand der Unternehmensgeschichte von Thonet 200 Jahre Möbeldesign. Thonet wurde 1819 vom Tischlermeister Michael Thonet gegründet und wurde im Laufe der Zeit zu einem der bedeutendsten Holzmöbelhersteller. In den 1920er-Jahren wendete sich das Unternehmen den damals neuartigen Stahlmöbeln zu, wodurch auch die Verbindung zu verschiedenen Bauhaus-Gestaltern zustande kam. Die Ausstellung zeigt neben den Bugholz- und Stahlrohrmöbeln aber auch Entwürfe zeitgenössischer Designer wie Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic oder Sebastian Herkner. Steffen Kehrle, der die Ausstellung gestaltet hat, entwarf im Rahmen dieser Arbeit außerdem ein Sitzmöbel für die Neue Sammlung.

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Fotografik: Klein, Ifert, Zamecznik

Museum für Gestaltung, Toni-Areal , Zürich / CH
– 09.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Die Ausstellung „Fotografik: Klein, Ifert, Zamecznik“ zeigt, wie In den 1950er- und 1960er-Jahren intensive Verflechtungen von grafischer Gestaltung und abstrakter Fotografie entstanden.

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Mary Quant

Victoria & Albert Museum, London / GB
– 16.02.2020
vam.ac.uk 

Als Mutter des Minirocks hat sich Mary Quant in die Modegeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben, im Februar 2019 feierte die Designerin ihren 85. Geburtstag. Jetzt widmet ihr das V&A eine Ausstellung, die sich auf ihre prägendsten Jahre zwischen 1955 und 1975 konzentriert, in denen Quant aus ihrer Boutique Bazaar heraus neben dem Minirock mit bunten Strumpfhosen, Regenmänteln aus PVC und maßgeschneiderten Hosen die Mode einer ganzen Generation und den Look des Swinging London prägte. Das Museum greift nicht nur auf die eigene, größte öffentliche Sammlung von Quants Stücken zurück, sondern startete einen landesweiten Aufruf nach Kleidung von Privatbesitzern. 35 Objekte haben es so in die Ausstellung geschafft, die neben den persönlichen Geschichten und Fotos von Frauen in ihrer Lieblingskleidung gezeigt werden.

 

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Wissen in Bildern – Informationsdesign heute

Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal / DE
– 16.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Kung-Fu und Design, Roboterechsen auf dem Cover der Fachzeitschrift Nature – das Museum für Gestaltung Zürich zieht in der Ausstellung „Wissen in Bildern“ vielfältige Verbindungslinien, die Informationsdesign heute eröffnet. So erfassen Sarah Kenderdine und Jeffrey Shaw per Motion Capturing die Kung-Fu-Tradition der chinesischen Hakka-Kultur und machen sie in einer interaktiven Installation erfahrbar. Forscher der HU Berlin digitalisierten die Fossilien einer Urzeit-Echse, um an einem 3-D-gedruckten Roboter dessen Laufbewegung nachzuvollziehen. Sei es der Linienplan für das Projekt einer Rundbahn durch die Pariser Banlieues, der von Integral Ruedi Baur entgegen aller geographischen Gegebenheiten als perfekter Kreis gestaltet ist, oder die visuelle Vermittlung der Folgen des Klimawandels für die Gletscher durch Virtual Reality – der Anspruch ans Informationsdesign ist die möglichst eindeutige Vermittlung komplexer Sachverhalte. Da die Objektivität solcher Gestaltung ein ebenso großes Potenzial zur Manipulation birgt, verlangt es nach einer eigenen Ethik. Dieser nähert sich die Ausstellung über Kai Krauses Arbeit „The True Size of Africa“, in der der Designer die verzerrte Darstellung der Größenunterschiede von Kontinenten auf der Weltkarte zurechtrückt.

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Step by Step. Schuh.Design im Wandel

Ledermuseum , Offenbach / DE
– 31.05.2020
ledermuseum.de  

Mit den Schuhen, in die wir jeden Tag spätestens beim Verlassen des Hauses schlüpfen, drücken wir immer etwas aus. Sollen sie Wohlstand demonstrieren, erotisch wirken oder unauffällig daherkommen – Schuhe können einiges über uns aussagen. Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach zeigt im Rahmen der Ausstellung „Step by Step. Schuh.Design im Wandel“ über 15.000 Objekte, davon 150 aus aller Welt stammende Schuhpaare. Von ungewöhnlichen Modellen wie sibirischen Kinderschuhen aus Lachsleder bis hin zu Designer-High-Heels von Jimmy Choo zeigt die Ausstellung, wie vielfältig Schuhwerk sein kann.

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Nº 284
Region of Design – Germany’s East

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