Agenda

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Oktober

Best of Austrian Design. Staatspreis Design 2017

Weissraum Designforum Tirol, Innsbruck / AT
– 18.10.2018
weissraum.at 

Der österreichische Staatspreis Design wird im Zweijahresrhythmus für herausragende Projekte in den Bereichen Produktdesign und räumliche Gestaltung vergeben. Das Weissraum Designforum Tirol stellt einige der nominierten und ausgezeichneten Produkte und Projekte aus 2017 aus. Ausgezeichnet wurden kreative Arbeiten, welche Einfluss auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse haben und Innovation, Nachhaltigkeit und Inklusion großschreiben. Weissraum kooperierte für die Ausstellung mit dem Tiroler Volkskunstmuseum, welches für den historischen Teil der Ausstellung verantwortlich ist: Woher haben moderne Designprodukte ihren Ursprung? Gibt es historische Objekte, die den Neuheiten in Konzept, Produktion und Gestaltung ähneln?

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Ciao Amico Mio

Etage Projects, Kopenhagen / DK
– 19.10.2018
etageprojects.com 

Das Schweizer Designduo Kueng Caputo zeigt in der Einzelausstellung „Ciao Amico Mio“ in Kopenhagen einige seiner aktuellsten Serien. Den Fokus legen Sarah Kueng und Lovis Caputo auf die Kombination von Alltagsgegenständen mit Kunst, auf Improvisation und Experimente mit Form und Farbe und die Verbindung von materiellen Abenteuern mit komplexen Handwerkstechniken. Im Etage Projects werden die Arbeiten „The Silo Furniture“, „The Homage Carpets“ und „The Granulate Lamps“ ausgestellt.

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Uncanny

Design Museum Holon / IL
– 20.10.2018
dmh.org.il 

[Unheimlich] Wie schon von Sigmund Freud beschrieben, befällt den Menschen ein unheimliches Gefühl, sobald er daran zweifelt, dass ein Lebewesen beseelt beziehungsweise ein lebloser Gegenstand unbeseelt ist. Masahiro Mori übertrug dies in den 1970er-Jahren mit dem Ausdruck „Uncanny Valley“ [unheimliches Tal] auf das Feld der Robotik. Moderne Technologie verwischt diese Grenzen und macht die Einordnung zusehends schwerer, denn Animation, virtuelle Realität oder Avatare bewegen sich zwischen Realität und dem künstlichen, digitalen Raum; totes Material kann in lebendig wirkende Formen gebracht werden, und hoch entwickelte mechanische Apparate wecken beim Nutzer ein Gefühl von emotionaler Bindung. Die Ausstellung betrachtet dieses Phänomen, in die Bereiche Raum, Körper und Material gegliedert, anhand von Arbeiten israelischer Designstudierender.

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Handmade Industry

Museu da Casa Brasileira, São Paulo / BR
– 21.10.2018
handmade-industry.com 

„Handmade Industry“ ist eine Kunst- und Architekturausstellung des Schweizer Ateliers Oï, das die Ideen hinter seinen Arbeiten sichtbar und für den Besucher erfahrbar machen will. Das Atelier, das 1991 in La Neuveville in der Schweiz von Aurel Aebi, Armand Louis und Patrick Reymond gegründet wurde, versteht sich als multidisziplinären Ort für kreatives Arbeiten und Denken, an dem mit Material experimentiert wird und gängige Vorstellungen von Design durch neue Perspektiven ersetzt werden. Die Interdisziplinarität und Pluralität, zwei der wichtigsten Grundwerte des Ateliers, spiegeln sich in der Auswahl und Kombination von Materialien wider, immer mit dem Fokus darauf, dem Besucher zu vermitteln, wie das Material selbst beeinflusst, kommuniziert und mit dem Gestalter in Beziehung tritt.

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The Limits to Growth!

Centre d’Innovation et de Design au Grand-Hornu / BE
– 21.10.2018
cid-grand-hornu.be 

Ever since the late 1960s, researchers have been warning us about the consequences of excessive consumption. A variety of public initiatives have harnessed society’s desire for more sustainable alternatives. Against this backdrop, the “The Limits to Growth!” exhibition looks at the role of design, showing examples of how this gradual shift is inspiring young designers to look for alternative processes that are not only better for the environment and easier on resources, but also endeavour to distribute the profits more fairly. The exhibition points out existing problems and presents alternatives, with the overriding aim of raising awareness about the subject and showing design’s huge potential to bring about change.

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Europas Beste Bauten

Architekturzentrum Wien, Wien / AT
– 22.10.2018
azw.at 

Die Ausstellung „Europas beste Bauten“ stellt alle zwei Jahre außerordentliche europäische Architekturprojekte vor, die beispielhaft für zeitgenössische Architektur sind und Visionen zukünftigen Bauens widerspiegeln. Der Mies van der Rohe Award, der Preis für zeitgenössische Architektur der Europäischen Union, wird alle zwei Jahre verliehen und ging 2017 erstmals an zwei Wohnbauten: Der Hauptpreis ging an das De Flat Kleiburg in Amsterdam von NL Architects in Zusammenarbeit mit XVW Architectuur und der Emerging Architect Preis ging an das Projekt Navez in Brüssel der Architekturbüros MSA und V+, das fünf Sozialbauwohnungen umfasst. Das Thema des sozialen Wohnungsbaus wird sich auch in den Vorträgen und Workshops der Ausstellung wiederfinden.

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Gotha Vorbildlich! Modellsammlungen um 1800

Herzogliches Museum, Gotha / DE
– 27.10.2018
stiftungfriedenstein.de 

The exhibition “Gotha Vorbildlich! Modellsammlungen um 1800” [Model Gotha. Model Collections around 1800] looks at various models designed to impart knowledge about a range of subjects, including, art, literature, and science. Models from antiquity and the present day are on display, providing an insight into the aesthetic dimension to the dissemination of knowledge.

 

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The Playground Project

Bundeskunsthalle, Bonn / DE
– 28.10.2018
bundeskunsthalle.de 

Bestehend aus Ausstellung und begehbarem Spielplatz zeigt „The Playground Project“ die Geschichte, den Sinn und die Möglichkeiten des Spielens. Es ist unterteilt in einen Indoor- und einen Outdoorbereich, in dem jeweils auf unterschiedliche Art Kunst und Spiel aufeinandertreffen. Das Dach und der Vorplatz der Bundeskunsthalle wurden von 14 Künstlern in einen kreativen Spielplatz für Jung und Alt verwandelt, während in der Bundeskunsthalle eine Ausstellung zur Geschichte von Spielplätzen gezeigt wird, die außerdem deren Ästhetik und deren Einfluss auf die Stadt und ihre Bewohner untersucht.

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Raw Design

Museum of Craft and Design, San Francisco / DE
– 28.10.2018
sfmcd.org 

[Rohes Design] Technologie und Digitalisierung haben neben vielen positiven Entwicklungen auch dazu geführt, dass sich Objekte und Produkte zunehmend fremd, nicht greifbar und anonym anfühlen. Eine ganze Reihe von Gestaltern setzt dem eine Auseinandersetzung mit Materialien entgegen, die geprägt ist von Experiment, Unvoreingenommenheit und Intuition. Damit unterscheiden sie sich auch von traditionellen Handwerkern, wie dem des Glasbläsers oder Tischlers, die sich auf althergebrachte und komplexe Techniken stützen. Zu den präsentierten Arbeiten zählen etwa die Algenstrukturen von Julia Lohmann, die Textilien von Scott Bodenner oder der von Mieke Meijer aus Zeitungspapier hergestellte Holzersatz Newspaperwood.

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The Senses: Design Beyond Vision

Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum, New York / US
– 28.10.2018
cooperhewitt.org 

Die Ausstellung „The Senses“ stellt Produkte aus dem Bereich des Sensory Design vor, welches Design nicht nur visuell, sondern multisensorisch erfahrbar machen möchte. Der Fokus liegt auf der Verbindung von Körper, Wahrnehmung und Design. Ein Stuhl unterstützt unsere Körperhaltung, Geschirr beeinflusst unsere Nahrungsaufnahme. Das Sensory Design untersucht die unterschiedlichen Wege, die Welt erfahrbar und zugänglich zu machen und erweitert den Fokus des Designs auf der visuellen Ästhetik und der attraktiven Form um Geruch, Berührung, Geräusch und Interaktion. So beispielsweise taktile Karten, die besonders blinden Menschen bei der Orientierung unterstützen oder Audiogeräte, die Klang via Vibrationen auf der Haut spürbar machen. Die Ausstellung zeigt einige außergewöhnliche und innovative Arbeiten und Produkte aus diesem Bereich.

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Food Is Fiction

Design Museum Den Bosch, ’s-Hertogenbosch / NL
– 28.10.2018
designmuseum.nl 

[Essen ist Fiktion] Wir essen nicht nur, um satt zu werden, sondern befriedigen damit auch eine ganze Reihe von sozialen und psychologischen Bedürfnissen. „Du bist, was du isst“ kann in diesem Zusammenhang als Werkzeug zur Schaffung eines Selbstbildes verstanden werden, das den Konsumenten, von der Hausfrau bis zum Jäger und Sammler, in der Gesellschaft positioniert, zumindest in den eigenen Augen. Dementsprechend verkaufen uns Supermärkte auch Werte wie Handwerk, Erotik, Nostalgie, Ehrlichkeit und Patriotismus, die untrennbar mit der eigentlichen Ware verknüpft sind – so der Ansatz der Ausstellung „Food Is Fiction“. Gezeigt werden unter anderem Werbefilme, Verpackungen oder Kampagnen, die diese (unterbewussten) Assoziationen schaffen oder verstärken. Begleitend findet ein Programm aus Workshops, Vorträgen und Veranstaltungen statt.

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James Turrell

Museum Frieder Burda, Baden-Baden / DE
– 28.10.2018
museum-frieder-burda.de 

Er selbst beschreibt seine Kunst als „Perceptual Art“ – die Kunst der Wahrnehmung – und arbeitet hauptsächlich mit dem Medium Licht. Einige der wichtigsten Arbeiten des Künstlers James Turrell werden nun im Museum Frieder Burda ausgestellt. Überall auf der Welt erschafft Turrell Räume, die von Licht durchflutet werden, in denen geometrische Lichtkörper im Raum zu schweben scheinen und deren Konturen sich teilweise gänzlich im Licht auflösen, sodass die Wahrnehmung, die dem Menschen nicht zuletzt zum Verorten innerhalb des Raumes dient, an ihre Grenzen stößt. Mit seinen Arbeiten will Turrell das Licht „sinnlich und geistig erlebbar“ machen und den Betrachter dazu auffordern, das eigene Sehverhalten zu reflektieren.

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Stories. Dutch Design Damask

Textielmuseum, Tilburg / DE
– 04.11.2018
textielmuseum.nl 

[Geschichten. Niederländische Gestaltung von Damast] Damast ist ein Gewebe, das mithilfe von kett- und schusssichtigen Abschnitten die Erzeugung von figürlichen Mustern ermöglicht. Aufgrund der aufwendigen Herstellung wurde früher vor allem mit besonders hochwertigen und glänzenden Materialien gearbeitet; seit dem 20. Jahrhundert findet vornehmlich Baumwolle Anwendung bei der Produktion von Bettwäsche und Tischtüchern. Die Ausstellung „Stories. Dutch Design Damask“ im Textielmuseum vom 11. November 2017 bis zum 4. November 2018 zeigt vor diesem Hintergrund unterschiedliche Arbeiten, bei denen das Erzählen von Geschichten einen wichtigen Teil der Gestaltung ausmacht – in Form von Insekten, die über den Tisch kriechen, Wolken, die bedrohlich über dem Teller schweben oder Servietten, die Kalorien zählen.

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The Future Starts Here

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 04.11.2018
vam.uk 

Ein selbstständig fahrendes Auto, ein Drucker, der auch im Weltall funktioniert, sinneserweiternde Prothesen und Roboter: Die Ausstellung „The Future Starts Here“ beleuchtet den Einfluss, den Design und Technologie auf die Gestaltung und Entwicklung der Zukunft haben. Sie fokussiert sich auf vier Kernthemen: das Zuhause, die Öffentlichkeit, die Erde und das sogenannte Leben danach. Die unmittelbare Zukunft soll nicht nur aufgezeigt, sondern anhand einiger ethischer und spekulativer Fragen, die den Besucher durch die Ausstellung begleiten, auch kritisch hinterfragt werden.

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Michael Riedel. Grafik als Ereignis

Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main / DE
– 04.11.2018
museumangewandtekunst.de 

Über tausend Blätter produzierte Michael Riedel zwischen 1994 und 1995 an der Städelschule. Diese sind nun erstmals vollständig im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen. Es gilt, die Rolle von Künstlern in einer Informationsgesellschaft zu klären. Wie verändert künstliche Intelligenz die Kunstproduktion? Neben dem Frühwerk Riedels sind in der Ausstellung aktuellen Arbeiten zu sehen, die ähnliche Fragen bearbeiten. Immer wieder eignet er sich verschiedenste Textformen an, um daraus grafische Motive zu kreieren. Dabei verarbeitet er HTML-Codes, Berichte aus dem Internet zu seinem Schaffen sowie Kommunikationsgeflechte aus dem eigenen Alltag.

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Frida Kahlo: Making Her Self Up

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 04.11.2018
vam.uk 

The “Frida Kahlo: Making Her Self Up” exhibition deals less with Frida Kahlo’s art and more with what made her an icon. Visitors obtain an insight into her daily life, the challenges and the physical impairments she had to battle with. The exhibition does not only consider Kahlo’s physical and mental pain as such, but also explores how she transformed it into even more creativity and productivity. Her art is kept in the background of the exhibition, but her clothes, accessories, make-up, and excerpts from her journals are on display.

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Design Generations

Art and Design Atomium Museum, Brüssel / BE
– 04.11.2018
adamuseum.be 

Das ADAM in Brüssel möchte mit der Ausstellung „Design Generations“ die fundamentale Essenz des Designs darstellen. Die ausstellenden Designer durften sich ein Objekt aus der dauerhaften Sammlung des Museums aussuchen, um es dann in Kontext zu ihren eigenen Projekten zu stellen. Nebst dem vergangenen und gegenwärtigen Design wird auch das zukünftige miteinbezogen: Die Visionen der zehn Designer bezüglich was Design in der Zukunft sein könnte und wo sie sich selbst und ihre Arbeit im Diskurs des zukünftigen Designs verorten, werden in Form von Skizzen an Leinwände projiziert. Den Veranstaltern ist wichtig, dass das Design als wichtiges Element der Gesellschaft wahrgenommen wird, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gegenseitig bedingen und permanent miteinander interagieren.

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Programmierte Kunst. Frühe Computergraphik

Kunsthalle Bremen, Bremen / DE
– 11.11.2018
kunsthalle-bremen.de 

Die Ausstellung „Programmierte Kunst. Frühe Computergraphik“ zeigt bedeutende Werke früher Computergrafiken und beleuchtet die Verbindung zwischen Kunst und Technologie. 2018 jähren sich zwei für die internationale Anerkennung der Computerkunst grundlegende Ausstellungen zum 50. Mal. Anlässlich dessen sowie des 80. Geburtstages des Pioniers der Computerkunst, Frieder Nake, zeigt die Kunsthalle Bremen zahlreiche Arbeiten aus der Bremer Sammlung aus den Jahren 1955 bis 1979.

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Eco-Visionaries

Haus der elektronischen Künste Basel, Basel / CH
– 11.11.2018
hek.ch 

Die Ausstellung „Eco-Visionaries“ betrachtet das Anthropozän und die damit einhergehenden Herausforderungen aus der Perspektive der Kunst, der neuen Medien und der Ökologie. Besonders die Kunst vermag es, auch komplexere Sachverhalte verständlich zu visualisieren und im Betrachter Emotionen hervorzurufen, die ihn zum aktiven Handeln und zu nachhaltiger Veränderung des eigenen Verhaltens bewegen sollen. Auf kreative und individuelle Weise zeigen die Künstler, welchen Einfluss der Mensch im anthropozänen Zeitalter auf die Umwelt hat und entwerfen Lösungsansätze für Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcen- und Nahrungsknappheit.

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Adjacencies

Yale School of Architecture, New Haven / US
– 15.11.2018
architecture.yale.edu 

14 Architekturbüros zeigen mit innovativen Arbeiten in der kollaborativen Ausstellung „Adjacencies“ Komponenten des architektonischen Zeitgeists. Nicht nur auf momentane Einflüsse und Strömungen im Bereich der Architektur will die Ausstellung verweisen, sondern auch auf deren Vergangenheit und Entwicklung der letzten Jahre. Wie in der Architektur Formen benutzt werden, um zu kommunizieren und wie man sowohl innovative Arten der Komposition, als auch der Gewinnung eines neuen Publikums generieren und einsetzen kann, sind Fragen, auf die die Ausstellung versucht Antworten zu finden. Beteiligte Architekturbüros, die häufig auch interdisziplinär arbeiten, sind unter anderen Medium Office, Bair Balliet und Besler and Sons. „Adjacencies“ ist eine Ausstellung der Galerie der Yale School of Architecture, die seit 1979 ein regelmäßiges Programm von mittlerweile vier Ausstellungen pro Jahr präsentiert.

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Virtual Insanity

Kunsthalle Mainz, Mainz / DE
– 18.11.2018
kunsthalle-mainz.de 

[Virtueller Wahnsinn] Moderne Technologie ist in ihrer Entwicklung mittlerweile so weit vorangeschritten, dass die Grenze zwischen Digitalität und realer Welt zusehends verschwimmt. Der Ausstellungstitel ist angelehnt an den gleichnamigen Song von Jamiroquai, in dem die Band bereits 1996 die Entfremdung des Menschen von seinem „natürlichen“ Leben mit Besorgnis besang. In der Kunsthalle Mainz wird die Thematik nun anhand der Werke sechs internationaler Künstler aufgegriffen, die sich mit verschiedenen Teilaspekten beschäftigen und dem Besucher eine Reihe von Fragen mit auf den Weg geben: Kann der Mensch ohne reale Liebe und Nähe leben? Läuft er Gefahr, aus virtuellen Welten nicht mehr auftauchen zu können? Sind Avatare, Simulationen und digitale Räume nicht längst Teil unserer Wirklichkeit? Und wie verhält es sich mit der Privatsphäre, wenn wir uns alle als digitale Voyeure durchs Netz bewegen?

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Machines à Penser

Fondazione Prada, Venedig / IT
– 25.11.2018
fondazioneprade.org 

Die Ausstellung „Machines à Penser“ [Denkmaschinen] thematisiert die Arbeiten dreier Philosophen, die im Exil oder auf der Flucht lebend, ihre tiefsten Gedanken hervorbrachten. Es geht um die Beziehung zwischen Exil, Flucht sowie Zuflucht und physischen sowie mentalen Orten für Reflexion, Gedanken und intellektuelle Produktionen. Die Ausstellung fokussiert auf die drei Philosophen Theodor W. Adorno (1903–1969), Martin Heidegger (1889–1976) und Ludwig Wittgenstein (1889–1951), die durch politische Umstände ins Exil oder zur Flucht getrieben wurden. Ihre Arbeiten werden auf zwei Stockwerken in den Kontext zeitgenössischer Kunst und Architektur gesetzt, die ebenfalls Inspiration durch den Rückzug nutzten oder räumliche Vorstellungen davon darstellen.

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Common Good

Powerhouse Museum, Sydney / AU
– 02.12.2018
maas.museum/powerhouse-museum 

[Gemeinwohl] Anlässlich des Sydney Design Festivals 2018, das in diesem Jahr unter dem Motto „Call to Action“ stattfindet, richtet sich im Powerhouse Museum der Blick auf Produktdesign, das nicht hohe Verkaufszahlen, sondern vor allem eine positive Wirkung auf die Menschen und den Planeten beabsichtigt. Verschiedenen Gestaltern und Studios, vor allem aus dem asiatisch-pazifischen Raum, wird eine Bühne geboten, um kritische, innovative oder als Denkanstoß konzipierte Arbeiten zu präsentieren. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Design die Möglichkeit und vielleicht sogar die Pflicht hat, entscheidend Einfluss auf die Entwicklung unserer (Waren-)Welt zu nehmen und soziale, wirtschaftliche oder ökologische Probleme zu visualisieren und zu bekämpfen.

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Ryoji Ikeda

Eye Filmmuseum, Amsterdam / NL
– 02.12.2018
eyefilm.nl 

Visual Artist Ryoji Ikeda ist bekannt für seine audiovisuellen Darbietungen, besonders im Bereich der elektronischen Musik. Im Eye Filmmuseum zeigt er einige seiner beeindruckenden und immersiven Bild- und Ton-Projekte. Er spielt mit den Grenzbereichen der auditiven und visuellen Wahrnehmung und fokussiert sich auf die Verwendung elektronischer Daten und Informationen in der Musik und der Kunst. Unter anderem werden Arbeiten wie „The Radar“ und „Data Tron“ sowie das eigens für das Eye Filmmuseum entwickelte Projekt „Point of no Retun“ gezeigt.

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The Politics of Design: Act 1

Z33 – House for Contemporary Art, Hasselt / BE
– 02.12.2018
z33.be 

[Die Politik des Designs: 1. Akt] Designer arbeiten heute immer seltener isoliert und auf eigene Faust. Häufig sind Kollaborationen Basis von Projekten, mit Bürgern, Regierungen oder Unternehmen als Partnern. Die Ausstellung betrachtet diese Entwicklung anhand verschiedener Beispiele, um herauszufinden, wie durch Partizipation Nachhaltigkeit geschaffen, unser Lebensraum aufgewertet, möglichst viele Menschen einbezogen oder demokratische Prozesse vorangetrieben werden können. Die präsentierte Auswahl an Projekten von 20 internationalen Designern und Künstlern umfasst sowohl Forschungsergebnisse, Interventionen und Debatten, aber auch interaktive Arbeiten. Die Themen reichen dabei von der Zusammenarbeit mit beziehungsweise das Ersetzt-Werden durch Roboter über neue Formen der Bürokratie bis hin zu Alternativen in der Mobilität.

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Up Is Down

Block Museum of Art, Evanston / US
– 09.12.2018
blockmuseum.northwestern.edu 

[Oben ist unten. Mid-century Werbeund Filmexperimente des Goldsholl Studios] Mitte des 20. Jahrhunderts galt Chicago als das Hollywood für Filme in den Bereichen Bildung, Werbung und Mitarbeitertraining. Eines der führenden Unternehmen war das heute in Vergessenheit geratene Goldsholl Studio. Die Gründer und Namensgeber, das Ehepaar Morton und Millie Goldsholl, waren Absolventen des von László Moholy-Nagy gegründeten IIT Institute of Design (ursprünglich New Bauhaus). Seine Gestaltungsprinzipien, der Umgang mit Licht und Materialien fanden sich später in ihren Arbeiten wieder. Bekannt wurde das Goldsholl Studio damals vor allem durch seine experimentellen Werbefilme, Animationen und Logodesigns für große Konzerne und Marken wie Motorola, Kimberly-Clark oder 7 Up. Die aktuelle Ausstellung „Up Is Down: Mid-century Experiments in Advertising and Film at the Goldsholl Studio“ möchte die Bedeutung des Studios wieder ins Bewusstsein rufen; der Titel bezieht sich auf den Animationsfilm „Up Is Down“ (1969) von Millie Goldsholl, in dem der junge Protagonist die Welt auf seine eigene, positive Art und Weise erlebt und in der Folge mit Unverständnis zu kämpfen hat.

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Albert Kapr 100

Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig / DE
– 30.12.2018
dnb.de 

Anlässlich seines 100. Geburtstages präsentiert das deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig Objekte aus dem Nachlass des 1995 verstorbenen einflussreichen Typografen Albert Kapr. Er gilt als einer der bedeutendsten Typografen des 20. Jahrhunderts und war außerdem Dozent, Rektor, Historiker und Autor. Auf die Leipziger Typografiegeschichte nahm er während seiner Zeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) großen Einfluss: Er trug zu einer Verbesserung der Schulschrift bei, engagierte sich für das Angebot an nationalen und internationalen Buchkunstwettbewerben und half bei der Herstellung neuer Satzschriften nach dem zweiten Weltkrieg. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der HGB, die sich mit Kaprs Text „Die Kunst des Bücherkaufens“ auseinandergesetzt haben und ihre persönliche Auswahl an Büchern präsentieren werden.

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An Incomplete History of Protest

Whitney Museum of American Art, New York / US
– 31.12.2018
whitney.org 

Aktivismus, Kritik und Politik finden schon immer Ausdruck in der Kunst, einem Medium, das immer wieder aufs Neue seine eigene Sprache für die Auseinandersetzung mit Protest findet. Das Whitney Museum of American Art in New York beleuchtet in seiner aktuellen Ausstellung die Geschichte des Protests anhand einzelner Schlüsselthemen und markanten historischen Ereignissen, wie dem Feminismus und dem Vietnamkrieg. Diese Betrachtung von Protest-Kunst beginnt im Jahr 1940 und verfolgt deren Entwicklung bis 2017, wobei die Ausstellung auch diejenigen Momente beleuchtet, in denen das Museum selbst zum Protest-Gegenstand wurde.

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Pink: The History of a Punk, Pretty, Powerful Color

The Museum of the Fashion Institute of Technology, New York / US
– 05.01.2019
fitnyc.edu/museum 

[Pink: Die Geschichte einer punkigen, hübschen, mächtigen Farbe] Pink gehört – in allen Schattierungen von Magenta bis Zartrosa – zu den umstrittensten Farben überhaupt. Je nach Epoche und kulturellem Kontext ist Pink entweder männlich, weiblich oder auch geschlechtsneutral konnotiert. Es kann Erotik oder Unschuld, Emanzipation oder traditionelle Rollenklischees transportieren sowie in einigen Ländern als Nationalfarbe patriotische Zwecke erfüllen. Die Ausstellung bietet anhand von rund 80 Exponaten eine Reise quer durch die Geschichte dieser facettenreichen Farbe und möchte damit neue Perspektiven eröffnen und mit festgefahrenen Assoziationen brechen. Unter den Modekreationen finden sich Arbeiten von Designern wie Elsa Schiaparelli, Christian Dior, Yves Saint Laurent oder Rei Kawakubo. Am 19. Oktober 2018 findet ein begleitendes Symposium statt, das per Livestream übertragen wird.

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Amsterdam, the Magic Center. Art and Counterculture 1967–1970

Stedelijk Museum Amsterdam / NL
– 06.01.2019
stedelijk.nl 

[Magisches Zentrum Amsterdam. Kunst und Gegenkultur 1967–1970] Abseits der populären Pfade, betrachtet das Stedelijk Museum die politischen und sozialen Umwälzungen der späten 1960er-Jahren am Beispiel der niederländischen Hauptstadt, die schon damals ein Symbol für freies Denken und Handeln war. Anhand von Werken aus der eigenen Sammlung, versucht die Ausstellung das künstlerische Potenzial dieser Zeit nachzuvollziehen, das Aufbruch, Widerstand, Internationalität und Provokation Ausdruck verlieh und dafür nicht nur herkömmliche Medien, sondern auch neue Plattformen wie die Straße, das Fernsehen oder Magazine nutzte. Wie sich die Rolle der Frau – auch in der Kunst – im Zuge der 68er wandelte, bezeugt die Präsenz von Arbeiten weiblicher Kunstschaffender in einem bis dahin von Männern dominierten Feld.

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Der Duft der Bilder – Werke der colección olorVISUAL, Barcelona

Opelvillen Rüsselsheim / DE
– 06.01.2019
opelvillen.de 

Der Kunstsammlung des katalanischen Parfümeurs Ernesto Ventós Omedes liegt die Beziehung zwischen Seh- und Geruchssinn zugrunde. Bereits seit 40 Jahren trägt er international Gemälde, Fotografien, Objekte und Videokunst zusammen, mit denen er beim Betrachter die Empfindung eines Duftes auslösen möchte – und das allein durch die über das Auge geweckten Erinnerungen. Gleichzeitig kreiert er selbst Düfte als Kunstwerke, die eine zusätzliche Wahrnehmungsebene schaffen und so eine neue Art der Kunstvermittlung eröffnen sollen. Die Opelvillen präsentieren 55 Werke aus Ventós Omedes Sammlung Olor Visual, wobei das Ziel unter anderem ist, „manchen Nochnicht- Kunstfreund anzulocken und für die zeitgenössische Kunst zu begeistern“.

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Zeichen als Waffen. Zum Beispiel das Emblem der „Rote Armee Fraktion“

Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig / DE
– 06.01.2019
dnb.de 

In der Ausstellung „Zeichen als Waffen“ wird anhand des Beispiels des Emblems der Roten Armee Fraktion deren gezieltes Verwenden von Texten, Bildern, Zeichen und anderen Medien zur politischen Provokation und Machtausübung untersucht und dargestellt. Das gezeigte Material setzt sich aus Zitaten, Worten und Bildern, beispielsweise Erinnerungsberichten, Polizeiakten oder Asservaten, zusammen, die aufzeigen sollen, „wie aus grafischen Zeichen Gewaltakte werden“.

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Contemporary Muslim Fashions

De Young Museum, San Francisco / US
– 06.01.2019
deyoung.famsf.org 

[Zeitgenössische muslimische Moden] Die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ im De Young Museum in San Francisco befasst sich erstmalig museal mit der komplexen und vielfältigen Natur muslimischer Mode sowie der damit einhergehenden Kleiderordnung. Die Ausstellung präsentiert Orte, Stoffe und Stile aus der ganzen Welt und stellt eine Reihe verschiedener Religionen und Perspektiven vor, die aufzeigen sollen, wie sich muslimische Frauen selbst definieren, aber auch, wie sie auf der anderen Seite von der Mode beeinflusst werden können. Neben Kleidungsstücken aus den Bereichen Luxus, Streetware und Sport werden in der Ausstellung auch Auszüge aus sozialen Medien, persönliche Geschichten und Visionen sowie Video- und Fotomaterial präsentiert.

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Kreaturen nach Maß. Tiere und Gegenwartsdesign

Marta Herford Museum für Kunst, Architektur, Design, Herford / DE
– 06.01.2019
marta-herford.de 

Die Existenz des Menschen war und ist eng mit der von Tieren verknüpft. Ob als Quelle für Rohstoffe, als Nutz- und Arbeitstiere oder als voll integriertes Familienmitglied sind sie ein wichtiger Teil unserer Kultur. Dass sich das Verständnis hin zu einem respektvolleren, gewaltfreien Umgang wandeln könnte, zeigen Trends wie die zunehmende Verbreitung einer veganen Lebensweise oder die Suche nach Alternativen zu Materialien auf tierischer Basis. Auch im Design spielen Tiere eine Rolle: Es gibt eine Vielzahl an Produkten für Tiere, Versuche, sie durch künstliche beziehungsweise robotische Abbilder zu ersetzen oder auch durch spekulative und experimentelle Gestaltung ethische Fragen zur Beziehung zwischen Mensch und Tier aufzuwerfen. Die Ausstellung präsentiert 40 Auseinandersetzungen internationaler Designer und Künstler mit der Thematik.

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Bouncing in the Corner

Hamburger Kunsthalle, Hamburg / DE
– 13.01.2019
hamburger-kunsthalle.de 

[In der Ecke hüpfend] Der Titel der aktuellen Ausstellung „Honey, I Rearranged the Collection“ [Liebling, ich habe die Sammlung neu gehängt] (ursprünglich Titel einer Werkgruppe des US-amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg) ist die Einladung, die Sammlung der Gegenwartskunst in der Hamburger Kunsthalle neu zu entdecken. Die über drei Jahre angelegte Präsentation widmet sich dabei unterschiedlichen Erfahrungs- und Erlebnisbereichen des Menschen: Nach der Untersuchung der Beziehung zwischen Mensch und Ding sowie zwischen Mensch und Mensch geht es in diesem Jahr unter dem Motto „Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums“ um die Beziehung des Menschen mit dem ihn umgebenden Raum. Wie in einem Theaterstück erscheinen dabei manche Kunstwerke nur in bestimmten Szenen, andere Arbeiten bleiben, bieten aber durch neue Inszenierungen andere Lesarten an.

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Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen

Ludwig Forum Aachen / DE
– 13.01.2019
ludwigforum.de 

Die Pattern und Decoration-Bewegung entwickelte sich in den 1970er-Jahren in den USA als eine der letzten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Sie vereint dabei Patchwork-Arbeiten und dekorative Muster mit einem politisch-emanzipatorischen Ansatz. AlsGegenentwurf zu bestehenden, eher männlich dominierten Kunstverständnissen, macht sich die Ausstellung die in Europa einzigartige Sammlung des Ludwig Forum Aachen zunutze und zeigt vor diesem Hintergrund Mosaiken, Textilcollagen, Malereien und Grafiken sowie Rauminstallationen und Video-Performances.

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Hybrid Tbilisi

Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main / DE
– 13.01.2019
dam-online.de 

Tiflis ist nicht nur die Hauptstadt des diesjährigen Gastlandes der Frankfurter Buchmesse, Georgien, sondern wird auch als neuer Hotspot für Nachtleben, Kultur und Tourismus gefeiert – das nächste Berlin, mitten im Kaukasus. Das Deutsche Architekturmuseum widmet der Stadt nun eine Ausstellung, die vor allem die dortigen Gegensätze in den Mittelpunkt rückt. Diese äußern sich unter anderem in der Architektur. In Tiflis treffen Überreste des sowjetischen Brutalismus, am bekanntesten wohl das Ministerium für Straßenbau, und neue, ambitionierte Bauprojekte aufeinander. Ebenso üben sowohl Orient als auch Okzident ihren Einfluss aus. Parallel zur Ausstellung findet im Museum ein georgischer Filmabend sowie ein Architekturabend mit Büros aus Tiflis und Berlin statt.

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Königsschlösser und Fabriken – Ludwig II. und die Architektur

Architekturmuseum der TU München, München / DE
– 13.01.2019
architekturmuseum.de 

Ludwig II. von Bayern (1845–1886) ist vor allem für seine opulenten Schlossbauten wie Neuschwanstein oder Linderhof berühmt, denen er auch den Spitznamen Märchenkönig verdankt. Über diese Touristenattraktionen hinaus, entstanden in Bayern unter seiner Regentschaft auch eine Reihe weniger bekannter, aber nicht minder wichtiger Gebäuden wie die Nürnberger Synagoge, die Fabrikbauten im Augsburger Textilviertel oder die gläsernen Hallen für die Ausrichtung der internationalen Elektrizitätsausstellung 1882 in München sowie Bauten für Bildung und Erziehung, Gesundheit, Kultur und Verwaltung. Anlass für die Ausstellung ist zum einen die bislang fehlende umfangreiche Auseinandersetzung mit der Architektur Ludwig II., zum anderen seine Rolle als Gründungsvater der TU München vor 150 Jahren unter dem Namen Neue Polytechnische Schule.

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Saturated: The Allure and Science of Color

Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum, New York / DE
– 13.01.2019
cooperhewitt.org 

Die Ausstellung „Saturated: The Allure and Science of Color“, die derzeit im Cooper Hewitt zu sehen ist, beschäftigt sich mit dem Phänomen Farbe und wie diese Künstler, Designer und Wissenschaftler seit jeher in ihrer Arbeit beeinflusst. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich mehr als 190 Objekte (von der Antike bis zur Gegenwart) aus der Sammlung des Cooper Hewitt sowie den Bibliotheken der Smithsonian Libraries.

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Saturated: The Allure and Science of Color

DE
– 13.01.2019
 

Die Ausstellung „Saturated: The Allure and Science of Color“, die derzeit im Cooper Hewitt zu sehen ist, beschäftigt sich mit dem Phänomen Farbe und wie diese Künstler, Designer und Wissenschaftler seit jeher in ihrer Arbeit beeinflusst. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich mehr als 190 Objekte (von der Antike bis zur Gegenwart) aus der Sammlung des Cooper Hewitt sowie den Bibliotheken der Smithsonian Libraries.

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Christien Meindertsma. Beyond the Surface

Vitra Design Museum, Weil am Rhein / DE
– 20.01.2019
design-museum.de 

„Christien Meindertsma. Beyond the Surface“ ist die erste internationale Einzelausstellung der niederländischen Designerin Christien Meindertsma. Sie interessiert sich besonders für Industrieproduktion und die Arbeitsprozesse im Design. Es werden deshalb nicht nur fertige Produkte, sondern auch Prototypen, Fotografien und Materialproben ausgestellt. Sie selbst beschreibt ihre Arbeit als „Documentary Design“ – einen Schaffensprozess, bei dem jeder Arbeitsschritt dokumentiert wird und nicht nur das fertige Produkt, sondern der gesamte Herstellungsprozess eine Rolle spielt. Gezeigt werden Projekte wie „One Sheep Sweater“ aus dem Jahr 2010, bei dem sie aus der Wolle einzelner Schafe jeweils einen Pullover herstellte, und „Flax Chair“ aus dem Jahr 2015, ein aus dem nachhaltigen Material Flachs hergestelltes Möbelstück, für das sie bereits zwei Designpreise erhielt.

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Plot in Plastilin

MUDAC, Lausanne / CH
– 20.01.2019
mudac.ch 

Der Gedanke an Knete weckt bei den meisten Menschen unweigerlich Kindheitserinnerungen. Doch auch abseits ihrer Funktion als Spiel- und Bastelmaterial spielt die bunte Masse eine wichtige Rolle: Als Rohstoff für Animationsfilme, Modelle, Plastiken oder illustrative Darstellungen wird sie trotz neuer digitaler Möglichkeiten von vielen Gestaltern und Künstlern nach wie vor gerne genutzt. „Plot in Plastilin“ begleitet die Geschichte des Mediums Knete von den 1950er-Jahren bis heute. Zu sehen sind unter anderem Ausschnitte aus bekannten Vertretern dieser Kunstform, etwa „Shaun das Schaf“ oder „Pingu“, sowie experimentelle filmische Werke, Musikvideos, Objekte, Installationen und Modelle aus dem Produktdesignkontext. Mit dieser Mischung sollen alle Besucher, vom professionellen Gestalter bis zur Schulklasse, auf ihre Kosten kommen.

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Triennale Design Museum Stories. Italian Design

La Triennale di Milano, Mailand / IT
– 20.01.2019
triennale.org 

Das Triennale Design Museum betrachtet in der Jahresausstellung 2018 die umfassende Geschichte des italienischen Designs aus unterschiedlichen Blickwinkeln: aus Sicht der Geografie, der Politik, der Wirtschaft, der Technologie und der Kommunikation. Die Ausstellung behandelt Themen wie den wechselseitigen Einfluss von Politik und Design oder das Darstellen und Verbreiten des Designs durch Medien. Die insgesamt 180 ausgestellten Werke sind chronologisch angeordnet und unterteilt in fünf zeitliche Abschnitte – von 1902 bis 1998.

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Ralf Ziervogel – As If

Sammlung Falckenberg, Hamburg-Harburg / DE
– 27.01.2019
deichtorhallen.de 

[Ralf Ziervogel – Als ob] Der 1975 geborene Künstler Ralf Ziervogel gelangte nach seinem Studium an der Universität der Künste Berlin zu internationaler Bekanntheit. Sein Werk zeigt vor allem menschliche Körper, die ineinander verschlungen monochrome, filigrane und dynamische Zeichnungen ergeben. Die Körper stellt der Künstler in drastischer Weise dar – deformiert, gequält oder ekstatisch verkrümmt. In einer weiteren Serie, mit der er im Jahr 2014 begann, kombiniert er verwischte Körperabdrücke in schwarzer Gouache mit einer handgeschriebenen Textebene. Die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg ist die bislang größte Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers und präsentiert neben seinen zeichnerischen Arbeiten auch Installationen, Skulpturen und Videos. Abgesehen vom jeweils ersten Sonntag im Monat bedarf der Besuch einer Anmeldung.

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Fashioned from Nature

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 27.01.2019
vam.ac.uk 

Die Natur ist seit Beginn der Menschheit Herstellungs- und Inspirationsgrundlage für Kleidung und Mode. Einerseits werden von der Natur inspirierte Drucke, Schnitte oder Materialien, die besonders im historischen Kontext, zum Beispiel an den aufwändig gearbeiteten, floralen Kleider aus dem 19. Jahrhundert auffallen, gezeigt und in der Ausstellung im Wandel der Zeit vorgestellt werden. „Denke über die Materialien der Mode und die Herkunft deiner Kleidung nach“, heißt andererseits die Aufforderung an die Besucher der Ausstellung. Durch die Industrialisierung – die Massenproduktion und den steigenden Konsum – entwickelte sich unter den Modemachern und Kunden ein neues nachhaltiges Bewusstsein, welches das Hauptaugenmerk von „Fashioned from Nature“ darstellt. Unter dem Begriff Nachhaltigkeit werden in der Ausstellung verschiedene Arten des ökologisch bewussten Umgangs mit Ressourcen und Herstellungsmethoden sowie dem Konsum und den Ungleichgewichten im Allgemeinen verstanden. So gibt es in der Modeindustrie einiges an Innovationspotenzial, welches aussagekräftig im Victoria and Albert Museum präsentiert wird.

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A Modern Life. Tablewares 1930s–1980s

National Gallery of Victoria, Melbourne / AU
– 27.01.2019
ngv.au 

Die Ausstellung „A Modern Life“ zeigt ausgewähltes Keramikgeschirr, das den modernen Lebensstil des 20. Jahrhunderts in Form, Farbe und Art der Vermarktung aufgreift. Mit der wachsenden Wirtschaftskraft und größerem Wohlstand stieg der Wunsch nach ästhetischen, erschwinglichen Objekten, die sowohl visuell ansprechend als auch praktikabel sein sollten. Designer und Keramikmanufakturen arbeiteten eng zusammen, entwarfen vielfältige Produkte aus verschiedenen Materialien und ließen auch den Verbraucher erstmals am Arbeitsprozess teilhaben.

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Human non Human

Powerhouse Museum, Sydney / AU
– 27.01.2019
maas.museum 

[Menschlich, nichtmenschlich] Die Frage, was den Menschen definiert und ausmacht, mündete nach zweijähriger Vorbereitung nun in eine Ausstellung am Powerhouse Museum. Berücksichtigt werden dabei verschiedene Disziplinen, darunter Architektur, Design und Film, aber auch Biotechnologie, Robotik sowie Chemie. Vier Künstler widmen sich jeweils einem elementaren Teil des menschlichen Lebens – Nahrung, Arbeit, Sex und Glaube – und setzen in Form von Installationen ihre Perspektiven und Zukunftsvisionen um. Lindsay Kelley betrachtet etwa mit von Schüssen durchlöcherten Kuchen aus ballistischer Gelatine – ein Material, das bei militärischen Übungen die Beschaffenheit des menschlichen Körpers simuliert –, das Verhältnis von Nahrung und Technologie sowie die Sorge vor drohender Lebensmittelknappheit, während sich Maria Fernanda Cardoso mit der Schönheit, Verführungskunst und manipulativen Macht von Pflanzen auseinandersetzt.

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Social Design

Museum für Gestaltung Zürich, Zürich / CH
– 03.02.2019
museum-gestaltung.ch 

Unsere Welt steht vor einer Vielzahl an Herausforderungen, die uns Menschen, unsere Umwelt und unser Miteinander betreffen. Welchen Beitrag Gestaltung leisten kann, etwa im Kontext von Wohnraum und Stadtentwicklung, bei der Unterstützung von Existenzgründungen, der Integration von Flüchtlingen, der Förderung von Kultur und Bildung oder dem Erhalt der biologischen Vielfalt, zeigen verschiedene ausgewählte Projekte internationaler Designer und Initiativen. Die Ausstellung „Social Design“ möchte damit nicht nur einen Überblick über bestehende Ansätze geben, sondern auch mit Workshops, Exkursionen und Talks zur tieferen Auseinandersetzung mit der Thematik animieren und als Anreiz dienen, selbst aktiv zu werden. Die Ergebnisse der Interaktion mit den Besuchern werden schon während der Laufzeit auf der Museumswebseite veröffentlicht, sodass die Ausstellung stetig wächst.

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Im Fokus: Taschen

Deutsches Ledermuseum, Offenbach / DE
– 03.02.2019
ledermuseum.de 

„Funktional, schmückend, modisch“ heißen die zusammenfassenden Schlagworte für die ausgewählten Taschen, die im Rahmen des neuen Studioformats des Deutschen Ledermuseums „Im Fokus“ Einblicke in das historische Archiv bieten. Das Museum ist stolz auf eine umfangreiche Sammlung mit über 30.000 Artefakten aus vielen Zeiten und Regionen der Lederkultur, welche Offenbach im internationalen Vergleich besonders herausstellt. In der Ausstellung „Im Fokus: Taschen. Funktional, schmückend, modisch“ wird eine historische Zusammenfassung der Taschenkultur mit Exponaten aus mehreren Epochen geboten. Die Tasche wurde zu Beginn ihrer Existenz als reines Funktionsmittel – Behältnis – eingesetzt, um Rohstoffe und Nahrungsmittel zu transportieren. Im Mittelalter entwickelten sich die aus Leder hergestellten Beutel- oder Gürteltaschen, die hauptsächlich von Männern getragen wurden. Weitere Entwicklungen oder Modifikationen der Funktionen sowie Unterkategorien der Tasche wurden stark von modischen Einflüssen geprägt, woraus heutige Modelle wie Bürotasche, Sporttasche, Umhängetasche oder Clutch entstanden.

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Design Storytellers: The Work of Broached Commissions

National Gallery of Victoria, Melbourne / AU
– 16.02.2019
ngv.au 

Die Ausstellung „Design Storytellers: The Work of Broached Commissions“ zeigt Arbeiten renommierter Designer, die die Entwicklung des australischen Designs widerspiegeln. Es werden insgesamt vier Sammlungen der Kreativagentur Broached Commission gezeigt, die alle unter dem Überbegriff Globalisierung und ihre Folgen zusammengefasst werden können. Die Ausstellung zeigt sowohl Arbeiten von australischen als auch von internationalen Designern, um einen außergewöhnlichen und möglichst umfassenden Einblick in den Entstehungsprozess des australischen Designs zu geben.

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Videogames: Design/Play/Disrupt

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 24.02.2019
vam.ac.uk 

[Videospiele: Gestalten/Spielen/Stören] Mit mindestens 2,2 Milliarden aktiven Spielern weltweit ist es nicht verwunderlich, dass am Victoria and Albert Museum die Bestrebung besteht, sich verstärkt der Gaming-Kultur zu widmen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung wird mit der Ausstellung „Videogames: Design/Play/Disrupt“ gemacht, die sich vor allem mit den Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre beschäftigt. Betrachtet wird in verschiedenen Abschnitten das Design und die handwerkliche Umsetzung von Spielen, ihre Rolle als Vermittler von gesellschaftlich relevanten Themen, das kreative Potenzial der Gamer-Community sowie die Bedeutung von kleineren, unabhängigen Studios. Ein an die Ausstellung angeschlossenes Residency-Programm wird zudem einem britischen Künstler, Designer oder Maker aus dem Videospiel-Umfeld die Chance geben, mit den Kuratoren zusammenzuarbeiten.

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Kinderbiennale – Träume und Geschichten

Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Japanisches Palais, Dresden / DE
– 24.02.2019
skd.museum 

„Kunstwerke besitzen die innere Kraft, Träumen eine Gestalt zu verleihen, Geschichten zu erzählen oder auch die uns umgebende Welt in all ihren Facetten widerzuspiegeln.“ Von dieser These ausgehend, verlässt die Kinderbiennale im Museumskontext übliche Vermittlungs- und Rezeptionsformen und schafft stattdessen einen Parcours, der Kunst erlebbar machen soll. Das Japanische Palais in Dresden wird so zu einem Ort, der zur Interaktion anregt, alle Sinne anspricht und die Besucher einlädt, anhand von Kunstwerken sowohl reale als auch fiktive Welten zu ergründen. Weiterhin wird zu diesem Anlass auch erstmalig das sogenannte Mobile Museum der Öffentlichkeit präsentiert, das durch Sachsen reisen und Kindern und Familien Kunst und Kultur näherbringen soll.

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Anthropocene

National Gallery of Canada, Ottawa / CA
– 24.02.2019
gallery.ca 

Der Gotthard-Basistunnel, der Tagebau in Nordrhein-Westfalen oder die Mülldeponie Dandora in Nairobi sind nur einige, gut sichtbare Beispiele für das Ausmaß, in dem die Natur bereits durch das Handeln des Menschen geprägt ist. Als Teil der groß angelegten Unternehmung The Anthropocene Project zeigt diese Ausstellung anhand von Fotografien, Wandmalereien und Filminstallationen auf beeindruckende Art und Weise den menschlichen Einfluss auf unseren Planeten.

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Colour and Abstraction

Textielmuseum, Tilburg / NL
– 03.03.2019
textielmuseum.nl 

[Farbe und Abstraktion. Generationen im Dialog] Die Zeitspanne von ™1960 bis heute umfasst in Bezug auf Textilien ein breites Spektrum: Innerhalb eines halben Jahrhunderts treffen hier zwei Generationen von Designern und Künstlern aufeinander, die in der Ausstellung „Colour and Abstraction. Generations in Dialogue“ im Textielmuseum anhand ihrer Arbeiten miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die ältere Generation, die Aspekte wie Farbe und Abstraktion mithilfe von Textilien erforscht, trifft dabei auf eine jüngere Generation, die sich diesen Aspekten eher thematisch nähert. Mithilfe von Filmmaterial, Zeichnungen und Mustern soll der kreative Prozess illustriert werden. Zu den Ausstellungsstücken zählen Arbeiten von Peter Struycken, Lam de Wolf, Bertjan Pot sowie Formafantasma und Rafaël Rozendaal.

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Victor Papanek: The Politics of Design

Vitra Design Museum, Weil am Rhein / DE
– 10.03.2019
design-museum.de 

[Victor Papanek: Die Politik des Designs] Zugleich als „Retrospektive und Themenausstellung“ angelegt, beleuchtet die Ausstellung im Vitra Design Museum sowohl das Leben und Werk, den Einfluss und die Visionen des Industriedesigners und Autoren Victor Papanek, als auch das Verhältnis von Gestaltung und komplexen, globalen Problemstellungen im Allgemeinen. Papanek hat vor allem durch Publikationen wie „Design for the Real World“ (1971) oder „Design for Human Scale“ (1983) einen Grundstein für kritisches, soziales und ökologisches Denken und Handeln im Bereich der Gestaltung gelegt. Eine Medieninstallation aus seinen Thesen ermöglicht Besuchern, in seine Gedankenwelt einzutauchen. Weiterhin sind noch nie gezeigte Objekte aus seinem Nachlass zu sehen, etwa Notizbücher, Briefe, Möbel und Dias. Eine Brücke in die Gegenwart schlagen darüber hinaus 20 Projekte zeitgenössischer Gestalter, die Papaneks Ansätze widerspiegeln und weiterentwickeln.

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Times of Waste − Was übrig bleibt

Gewerbemuseum Winterthur / CH
– 17.03.2019
gewerbemuseum.ch 

„Abfall kann verheissungsvolle Ressource oder lästiger Rest sein, Abfall ist politisch und sozial, vor allem aber unvermeidlich. Abfall verschwindet nie vollständig und hinterlässt immer Spuren“, so beginnt der Ankündigungstext für „Times of Waste − Was übrig bleibt“. Um den Weg des Abfalls nachzuvollziehen, heftet sich die Ausstellung an die Fersen eines Smartphones und verfolgt die Route seines Transports und Recyclings. Dieser alltägliche Gegenstand führt den Besucher zu ganz unterschiedlichen Orten, etwa Deponien, Forschungslabors oder Reparaturwerkstätten, und lässt ihn auf die Menschen dort treffen. Die Fragestellungen und Problematiken, die so aufgezeigt werden, verlangen nach neuen Lösungsansätzen und einer tieferen Beschäftigung mit der Thematik. Entstanden ist die Ausstellung im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel.

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Josef Frank

Designmuseo, Helsinki / FI
– 17.03.2019
designmuseum.fi 

Das Designmuseo in Helsinki blickt in einer Retrospektive auf das Werk des Designers und Architekten Josef Frank (1885–1967) zurück. Nachdem er in Wien studiert und promoviert sowie an der Wiener Kunstgewerbeschule gelehrt und den Wiener Werkbund mitgegründet hatte, floh er vor den Nationalsozialisten nach Schweden. Dort wurde er vor allem mit seinen Möbelentwürfen und Textildesigns unter anderem für Svenskt Tenn bekannt. Darüber hinaus war es sein Ziel, durch Gestaltung, Architektur und Stadtplanung einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen zu nehmen. Die Ausstellung geht seinen Prinzipien und Visionen anhand vielzähliger Exponate nach, die aus Sammlungen in Schweden und Österreich stammen.

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Andy Warhol. Pop Goes Art

Museum für Angewandte Kunst Köln / DE
– 24.03.2019
museenkoeln.de 

Die Ausstellung „Andy Warhol. Pop Goes Art“ zeigt erstmalig fast alle von Andy Warhol gestalteten Plattencover sowie deren zahlreiche Skizzen und Entwürfe. Darüber hinaus befinden sich unter den Exponaten eine Reihe von Filmen und Hörbeispielen, die zu einer umfassenden Dokumentation des Zusammenspiels von Kunst und Musik beitragen. Warhol (1928–1987) setzte sich bereits seit 1949 immer wieder mit dem Medium der Schallplatte auseinander: Zunächst widmete er sich als Werbegrafiker in erster Linie der Gestaltung von Covern verschiedener Jazz-LPs, in den 1960er-Jahren gestaltete er dann umfassende Gesamtkonzepte für die Cover unterschiedlicher Genres, darunter „Sticky Fingers“ (1971) von den Rolling Stones oder das Debütalbum der Band The Velvet Underground (1967) mit dem gleichnamigen Titel.

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West of Modernism: California Graphic Design, 1975–1995

LACMA, Los Angeles / US
– 21.04.2019
lacma.org 

[Der Westen des Modernismus: Kalifornisches Grafikdesign, 1975–1995] Kalifornien ist seit vielen Generation Sehnsuchtsort und Sinnbild für Freiheit, Liberalität und individuelle Entfaltung. Ähnliches galt auch für das kalifornische Grafikdesign in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesen Jahren emanzipierten sich eine Vielzahl von Gestaltern zunehmend von den allgemeingültigen und starren Regeln des Modernismus, die vor allem von der etablierten Szene in New York hochgehalten wurden. Weiter befeuert durch die neuen Möglichkeiten des rasant voranschreitenden technischen Fortschritts, ging man an der Westküste eigene Wege, sowohl in der Praxis als auch in der Theorie. Als Teil seiner Graphic Design Initiative, die zum Ziel hat, sukzessive eine umfassende grafische Sammlung aufzubauen, beleuchtet das LACMA die Zeit zwischen 1975 und 1995 anhand von Postern und Publikationen.

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100 Prozent Wolle

Museum Europäischer Kulturen, Berlin / DE
– 23.06.2019
smb.museum 

Am 5. November 2017 eröffnete die Sonderaustellung des Museums Europäischer Kulturen zum Thema Wolle in Berlin. Hier soll auf interdisziplinäre Art und Weise die Herkunft, Verarbeitung und der kulturelle Hintergrund des Werkstoffes an alle Altersgruppen vermittelt und die Besucher zum Spielen und Mitmachen angeregt werden. In der Ausstellung soll ein umfassendes Bild entstehen, das sowohl den Prozess der Herstellung, wie das Leben eines Schäfers und das Scheren, Kämmen und Waschen, als auch die Verarbeitung zu Garn, Textilien und Baustoff beleuchtet. Hiermit wird in einer Zeit, die dem Verlust von Traditionen unterliegt, eine Verbindung zu den eigenen kulturellen Wurzeln geschlagen.

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Shine on Me. Wir und die Sonne

Deutsches Hygiene-Museum, Dresden / DE
– 18.09.2019
dhmd.de 

Die Sonne ermöglicht und beeinflusst das Leben auf der Erde wie kein anderer Faktor. Sie ist Energiequelle, Rhythmusgeber und Zentrum unseres Planetensystems – und bei weitem noch nicht restlos erforscht. Kein Wunder also, dass die Menschheit seit jeher eine besondere Beziehung mit diesem Stern verbindet. Die Ausstellung „Shine on Me“ widmet sich nun umfassend der Sonne und den vielen Facetten ihrer naturwissenschaftlichen und kulturellen Bedeutung. Gegliedert in sieben Bereiche, wird ihre Rolle als Gottheit, Zeitgeber, Symbol, Lichtspender, Gesundheitsfaktor, Energiequelle und Stern betrachtet. Dabei wird von uralten Ritualen bis hin zu moderner Technologie ein breites Zeitfenster der Menschheitsgeschichte abgedeckt. Begleitet von Vorträgen, Diskussionen, Lesungen und Führungen soll sowohl Kindern als auch Erwachsenen die Thematik nähergebracht werden.

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68. Pop und Protest

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Hamburg / DE
18.10.2018 – 17.03.2019
mkg-hamburg.de 

Die 68er-Bewegung steht für eine Zeit, in der Menschen überall auf der Welt aufbegehrten und begannen, sich lautstark und mit verschiedenen kulturellen Mitteln, von Musik über Mode bis hin zum gesellschaftskritischen Kino und einem neuen Interesse an (öffentlichen) Diskussionen, gegen bestehende Strukturen zu wehren. Sie kämpften für Freiheit, Frieden, Gleichberechtigung und Akzeptanz – Werte, die heute wieder aufs Neue diskutiert werden. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) hat nun 200 Objekte aus der eigenen Sammlung sowie Leihgaben zusammengetragen, die das Lebensgefühl dieser Jahre verdeutlichen, darunter Kunstwerke, Fotografien, Mode, Plakate und Produkte. Die Spiegel-Kantine, die 1969 von Verner Panton für den Verlag fertiggestellt und 2012 ans MGK übergeben wurde, bildet den Mittelpunkt der Ausstellung.

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Tutto Ponti, Gio Ponti Archi-Designer

Musée des Arts Décoratifs, Paris / FR
19.10.2018 – 10.02.2019
madparis.fr 

Vor allem in Italien, aber auch mit internationalen Projekten hat Gio Ponti (1891–1979) in der modernen Architektur seine Spuren hinterlassen. Seine Auseinandersetzungen mit Farben, Oberflächen und feinen Strukturen erstreckten sich über die Gestaltung von Gebäuden bis hin zu Innenarchitektur sowie Produkt- und Möbeldesign, worauf auch der Untertitel „Archi-Designer“ hinweist. Das von ihm mitgegründete Domus-Magazin und seine Lehrtätigkeit am Politecnico di Milano trugen dazu bei, dass sich seine Ideen weit verbreiteten. Die Ausstellung geht den sechs Jahrzehnten seines Wirkens chronologisch sowie nach Disziplinen geordnet nach. Zu sehen sind unter anderem Zeichnungen, Modelle, Fotografien und Filme. Mit „Tutto Ponti“ soll auch in Frankreich das Bewusstsein für die Bedeutung Gio Pontis für die Architektur- und Designgeschichte gestärkt werden.

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Hautnah. Die Filmkostüme von Barbara Baum

Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main / DE
23.10.2018 – 10.03.2019
deutsches-filminstitut.de 

Barbara Baum zählt zu den renommiertesten Kostümgestaltern Deutschlands und blickt auf fast 50 Jahre Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren und Produzenten zurück. Besonders aufwendige historische Kostüme, etwa für Filme wie „Katharina die Große“ (1995) oder „Buddenbrooks“ (2008), gehören zum Repertoire Baums. Unter anderem ist in der Ausstellung der Entstehungsprozess „vom ersten Lesen des Drehbuchs über historische Recherchen bis hin zum Zeichnen von Entwürfen und dem spannenden Moment der ersten Anprobe mit den Schauspielern“ dokumentiert. Bei ihrer Arbeit lässt sich die Gestalterin vor allem von der Auswahl der Stoffe leiten. Die taktilen Qualitäten des Materials nutzt die Ausstellung, ergänzt durch Audiomaterial und Informationen in Brailleschrift, um auch blinde Menschen oder Menschen mit Sehbehinderung eine Erlebnisebene zu bieten.

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Sagmeister and Walsh. Beauty

MAK, Wien / AT
24.10.2018 – 31.03.2019
mak.at 

[Sagmeister und Walsh. Schönheit] Mit einer groß angelegten, interaktiven Ausstellung widmet sich Stefan Sagmeister – diesmal gemeinsam mit Jessica Walsh – nach dem Glück nun einem weiteren großen Thema der menschlichen Kultur: der Schönheit. Um zu beweisen, dass Schönheit mehr ist, als reine Oberflächlichkeit, laden verschiedene Installationen und Objekte dazu ein, sich mit den verschiedenen Facetten dieses Begriffs auseinanderzusetzen: von digitalen Experimenten zur Symmetrie über das sinnliche Erleben von Klang, Farbe und Duft bis hin zur Frage, was einen Menschen für andere anziehend macht. Die Themengebiete „Was ist Schönheit?“, „Die Geschichte der Schönheit“, „Im Auge des Betrachters“, „Schönheit erleben“ und „Transformierende Schönheit“ werden vom „Schönheitsarchiv“ abgeschlossen, das von Sagmeister und Walsh kuratiert eine Auswahl „besonders schöner“ Exponate aus der Sammlung des Museums präsentiert.

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All I Know Is What’s on the Internet

The Photographers’ Gallery, London / GB
26.10.2018 – 24.02.2019
thephotographersgallery.org.uk 

[Alles was ich weiß, weiß ich aus dem Internet] Das Medium Fotografie und der Beruf des Fotografen haben durch technischen Fortschritt, globale Vernetzung und soziale Plattformen einen radikalen Wandel erlebt. Wo früher noch eine überschaubare Menge an Bildern produziert wurde, sieht sich der Nutzer heute mit einer Flut an visuellem Material konfrontiert. Bots, Algorithmen, intelligente Maschinen und vor allem eine riesige Zahl an Mitarbeitern in großen Unternehmen sind an der Produktion und Verbreitung dieser Bilder beteiligt. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die glänzende Oberfläche unserer Bildschirme und geht der Arbeit eben jener Akteure nach. Anhand von künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Thematik wird provoziert, hinterfragt und erforscht, wie die Bildkultur heute funktioniert und wo die Grenze zwischen menschlichem und maschinellem Input verläuft.

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November

Design Generations

Art and Design Atomium Museum, Brüssel / BE
– 04.11.2018
adamuseum.be 

Das ADAM in Brüssel möchte mit der Ausstellung „Design Generations“ die fundamentale Essenz des Designs darstellen. Die ausstellenden Designer durften sich ein Objekt aus der dauerhaften Sammlung des Museums aussuchen, um es dann in Kontext zu ihren eigenen Projekten zu stellen. Nebst dem vergangenen und gegenwärtigen Design wird auch das zukünftige miteinbezogen: Die Visionen der zehn Designer bezüglich was Design in der Zukunft sein könnte und wo sie sich selbst und ihre Arbeit im Diskurs des zukünftigen Designs verorten, werden in Form von Skizzen an Leinwände projiziert. Den Veranstaltern ist wichtig, dass das Design als wichtiges Element der Gesellschaft wahrgenommen wird, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gegenseitig bedingen und permanent miteinander interagieren.

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The Future Starts Here

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 04.11.2018
vam.uk 

Ein selbstständig fahrendes Auto, ein Drucker, der auch im Weltall funktioniert, sinneserweiternde Prothesen und Roboter: Die Ausstellung „The Future Starts Here“ beleuchtet den Einfluss, den Design und Technologie auf die Gestaltung und Entwicklung der Zukunft haben. Sie fokussiert sich auf vier Kernthemen: das Zuhause, die Öffentlichkeit, die Erde und das sogenannte Leben danach. Die unmittelbare Zukunft soll nicht nur aufgezeigt, sondern anhand einiger ethischer und spekulativer Fragen, die den Besucher durch die Ausstellung begleiten, auch kritisch hinterfragt werden.

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Stories. Dutch Design Damask

Textielmuseum, Tilburg / DE
– 04.11.2018
textielmuseum.nl 

[Geschichten. Niederländische Gestaltung von Damast] Damast ist ein Gewebe, das mithilfe von kett- und schusssichtigen Abschnitten die Erzeugung von figürlichen Mustern ermöglicht. Aufgrund der aufwendigen Herstellung wurde früher vor allem mit besonders hochwertigen und glänzenden Materialien gearbeitet; seit dem 20. Jahrhundert findet vornehmlich Baumwolle Anwendung bei der Produktion von Bettwäsche und Tischtüchern. Die Ausstellung „Stories. Dutch Design Damask“ im Textielmuseum vom 11. November 2017 bis zum 4. November 2018 zeigt vor diesem Hintergrund unterschiedliche Arbeiten, bei denen das Erzählen von Geschichten einen wichtigen Teil der Gestaltung ausmacht – in Form von Insekten, die über den Tisch kriechen, Wolken, die bedrohlich über dem Teller schweben oder Servietten, die Kalorien zählen.

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Michael Riedel. Grafik als Ereignis

Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main / DE
– 04.11.2018
museumangewandtekunst.de 

Über tausend Blätter produzierte Michael Riedel zwischen 1994 und 1995 an der Städelschule. Diese sind nun erstmals vollständig im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen. Es gilt, die Rolle von Künstlern in einer Informationsgesellschaft zu klären. Wie verändert künstliche Intelligenz die Kunstproduktion? Neben dem Frühwerk Riedels sind in der Ausstellung aktuellen Arbeiten zu sehen, die ähnliche Fragen bearbeiten. Immer wieder eignet er sich verschiedenste Textformen an, um daraus grafische Motive zu kreieren. Dabei verarbeitet er HTML-Codes, Berichte aus dem Internet zu seinem Schaffen sowie Kommunikationsgeflechte aus dem eigenen Alltag.

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Frida Kahlo: Making Her Self Up

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 04.11.2018
vam.uk 

The “Frida Kahlo: Making Her Self Up” exhibition deals less with Frida Kahlo’s art and more with what made her an icon. Visitors obtain an insight into her daily life, the challenges and the physical impairments she had to battle with. The exhibition does not only consider Kahlo’s physical and mental pain as such, but also explores how she transformed it into even more creativity and productivity. Her art is kept in the background of the exhibition, but her clothes, accessories, make-up, and excerpts from her journals are on display.

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Eco-Visionaries

Haus der elektronischen Künste Basel, Basel / CH
– 11.11.2018
hek.ch 

Die Ausstellung „Eco-Visionaries“ betrachtet das Anthropozän und die damit einhergehenden Herausforderungen aus der Perspektive der Kunst, der neuen Medien und der Ökologie. Besonders die Kunst vermag es, auch komplexere Sachverhalte verständlich zu visualisieren und im Betrachter Emotionen hervorzurufen, die ihn zum aktiven Handeln und zu nachhaltiger Veränderung des eigenen Verhaltens bewegen sollen. Auf kreative und individuelle Weise zeigen die Künstler, welchen Einfluss der Mensch im anthropozänen Zeitalter auf die Umwelt hat und entwerfen Lösungsansätze für Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcen- und Nahrungsknappheit.

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Programmierte Kunst. Frühe Computergraphik

Kunsthalle Bremen, Bremen / DE
– 11.11.2018
kunsthalle-bremen.de 

Die Ausstellung „Programmierte Kunst. Frühe Computergraphik“ zeigt bedeutende Werke früher Computergrafiken und beleuchtet die Verbindung zwischen Kunst und Technologie. 2018 jähren sich zwei für die internationale Anerkennung der Computerkunst grundlegende Ausstellungen zum 50. Mal. Anlässlich dessen sowie des 80. Geburtstages des Pioniers der Computerkunst, Frieder Nake, zeigt die Kunsthalle Bremen zahlreiche Arbeiten aus der Bremer Sammlung aus den Jahren 1955 bis 1979.

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Adjacencies

Yale School of Architecture, New Haven / US
– 15.11.2018
architecture.yale.edu 

14 Architekturbüros zeigen mit innovativen Arbeiten in der kollaborativen Ausstellung „Adjacencies“ Komponenten des architektonischen Zeitgeists. Nicht nur auf momentane Einflüsse und Strömungen im Bereich der Architektur will die Ausstellung verweisen, sondern auch auf deren Vergangenheit und Entwicklung der letzten Jahre. Wie in der Architektur Formen benutzt werden, um zu kommunizieren und wie man sowohl innovative Arten der Komposition, als auch der Gewinnung eines neuen Publikums generieren und einsetzen kann, sind Fragen, auf die die Ausstellung versucht Antworten zu finden. Beteiligte Architekturbüros, die häufig auch interdisziplinär arbeiten, sind unter anderen Medium Office, Bair Balliet und Besler and Sons. „Adjacencies“ ist eine Ausstellung der Galerie der Yale School of Architecture, die seit 1979 ein regelmäßiges Programm von mittlerweile vier Ausstellungen pro Jahr präsentiert.

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Virtual Insanity

Kunsthalle Mainz, Mainz / DE
– 18.11.2018
kunsthalle-mainz.de 

[Virtueller Wahnsinn] Moderne Technologie ist in ihrer Entwicklung mittlerweile so weit vorangeschritten, dass die Grenze zwischen Digitalität und realer Welt zusehends verschwimmt. Der Ausstellungstitel ist angelehnt an den gleichnamigen Song von Jamiroquai, in dem die Band bereits 1996 die Entfremdung des Menschen von seinem „natürlichen“ Leben mit Besorgnis besang. In der Kunsthalle Mainz wird die Thematik nun anhand der Werke sechs internationaler Künstler aufgegriffen, die sich mit verschiedenen Teilaspekten beschäftigen und dem Besucher eine Reihe von Fragen mit auf den Weg geben: Kann der Mensch ohne reale Liebe und Nähe leben? Läuft er Gefahr, aus virtuellen Welten nicht mehr auftauchen zu können? Sind Avatare, Simulationen und digitale Räume nicht längst Teil unserer Wirklichkeit? Und wie verhält es sich mit der Privatsphäre, wenn wir uns alle als digitale Voyeure durchs Netz bewegen?

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Machines à Penser

Fondazione Prada, Venedig / IT
– 25.11.2018
fondazioneprade.org 

Die Ausstellung „Machines à Penser“ [Denkmaschinen] thematisiert die Arbeiten dreier Philosophen, die im Exil oder auf der Flucht lebend, ihre tiefsten Gedanken hervorbrachten. Es geht um die Beziehung zwischen Exil, Flucht sowie Zuflucht und physischen sowie mentalen Orten für Reflexion, Gedanken und intellektuelle Produktionen. Die Ausstellung fokussiert auf die drei Philosophen Theodor W. Adorno (1903–1969), Martin Heidegger (1889–1976) und Ludwig Wittgenstein (1889–1951), die durch politische Umstände ins Exil oder zur Flucht getrieben wurden. Ihre Arbeiten werden auf zwei Stockwerken in den Kontext zeitgenössischer Kunst und Architektur gesetzt, die ebenfalls Inspiration durch den Rückzug nutzten oder räumliche Vorstellungen davon darstellen.

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The Politics of Design: Act 1

Z33 – House for Contemporary Art, Hasselt / BE
– 02.12.2018
z33.be 

[Die Politik des Designs: 1. Akt] Designer arbeiten heute immer seltener isoliert und auf eigene Faust. Häufig sind Kollaborationen Basis von Projekten, mit Bürgern, Regierungen oder Unternehmen als Partnern. Die Ausstellung betrachtet diese Entwicklung anhand verschiedener Beispiele, um herauszufinden, wie durch Partizipation Nachhaltigkeit geschaffen, unser Lebensraum aufgewertet, möglichst viele Menschen einbezogen oder demokratische Prozesse vorangetrieben werden können. Die präsentierte Auswahl an Projekten von 20 internationalen Designern und Künstlern umfasst sowohl Forschungsergebnisse, Interventionen und Debatten, aber auch interaktive Arbeiten. Die Themen reichen dabei von der Zusammenarbeit mit beziehungsweise das Ersetzt-Werden durch Roboter über neue Formen der Bürokratie bis hin zu Alternativen in der Mobilität.

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Ryoji Ikeda

Eye Filmmuseum, Amsterdam / NL
– 02.12.2018
eyefilm.nl 

Visual Artist Ryoji Ikeda ist bekannt für seine audiovisuellen Darbietungen, besonders im Bereich der elektronischen Musik. Im Eye Filmmuseum zeigt er einige seiner beeindruckenden und immersiven Bild- und Ton-Projekte. Er spielt mit den Grenzbereichen der auditiven und visuellen Wahrnehmung und fokussiert sich auf die Verwendung elektronischer Daten und Informationen in der Musik und der Kunst. Unter anderem werden Arbeiten wie „The Radar“ und „Data Tron“ sowie das eigens für das Eye Filmmuseum entwickelte Projekt „Point of no Retun“ gezeigt.

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Common Good

Powerhouse Museum, Sydney / AU
– 02.12.2018
maas.museum/powerhouse-museum 

[Gemeinwohl] Anlässlich des Sydney Design Festivals 2018, das in diesem Jahr unter dem Motto „Call to Action“ stattfindet, richtet sich im Powerhouse Museum der Blick auf Produktdesign, das nicht hohe Verkaufszahlen, sondern vor allem eine positive Wirkung auf die Menschen und den Planeten beabsichtigt. Verschiedenen Gestaltern und Studios, vor allem aus dem asiatisch-pazifischen Raum, wird eine Bühne geboten, um kritische, innovative oder als Denkanstoß konzipierte Arbeiten zu präsentieren. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Design die Möglichkeit und vielleicht sogar die Pflicht hat, entscheidend Einfluss auf die Entwicklung unserer (Waren-)Welt zu nehmen und soziale, wirtschaftliche oder ökologische Probleme zu visualisieren und zu bekämpfen.

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Up Is Down

Block Museum of Art, Evanston / US
– 09.12.2018
blockmuseum.northwestern.edu 

[Oben ist unten. Mid-century Werbeund Filmexperimente des Goldsholl Studios] Mitte des 20. Jahrhunderts galt Chicago als das Hollywood für Filme in den Bereichen Bildung, Werbung und Mitarbeitertraining. Eines der führenden Unternehmen war das heute in Vergessenheit geratene Goldsholl Studio. Die Gründer und Namensgeber, das Ehepaar Morton und Millie Goldsholl, waren Absolventen des von László Moholy-Nagy gegründeten IIT Institute of Design (ursprünglich New Bauhaus). Seine Gestaltungsprinzipien, der Umgang mit Licht und Materialien fanden sich später in ihren Arbeiten wieder. Bekannt wurde das Goldsholl Studio damals vor allem durch seine experimentellen Werbefilme, Animationen und Logodesigns für große Konzerne und Marken wie Motorola, Kimberly-Clark oder 7 Up. Die aktuelle Ausstellung „Up Is Down: Mid-century Experiments in Advertising and Film at the Goldsholl Studio“ möchte die Bedeutung des Studios wieder ins Bewusstsein rufen; der Titel bezieht sich auf den Animationsfilm „Up Is Down“ (1969) von Millie Goldsholl, in dem der junge Protagonist die Welt auf seine eigene, positive Art und Weise erlebt und in der Folge mit Unverständnis zu kämpfen hat.

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Albert Kapr 100

Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig / DE
– 30.12.2018
dnb.de 

Anlässlich seines 100. Geburtstages präsentiert das deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig Objekte aus dem Nachlass des 1995 verstorbenen einflussreichen Typografen Albert Kapr. Er gilt als einer der bedeutendsten Typografen des 20. Jahrhunderts und war außerdem Dozent, Rektor, Historiker und Autor. Auf die Leipziger Typografiegeschichte nahm er während seiner Zeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) großen Einfluss: Er trug zu einer Verbesserung der Schulschrift bei, engagierte sich für das Angebot an nationalen und internationalen Buchkunstwettbewerben und half bei der Herstellung neuer Satzschriften nach dem zweiten Weltkrieg. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der HGB, die sich mit Kaprs Text „Die Kunst des Bücherkaufens“ auseinandergesetzt haben und ihre persönliche Auswahl an Büchern präsentieren werden.

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An Incomplete History of Protest

Whitney Museum of American Art, New York / US
– 31.12.2018
whitney.org 

Aktivismus, Kritik und Politik finden schon immer Ausdruck in der Kunst, einem Medium, das immer wieder aufs Neue seine eigene Sprache für die Auseinandersetzung mit Protest findet. Das Whitney Museum of American Art in New York beleuchtet in seiner aktuellen Ausstellung die Geschichte des Protests anhand einzelner Schlüsselthemen und markanten historischen Ereignissen, wie dem Feminismus und dem Vietnamkrieg. Diese Betrachtung von Protest-Kunst beginnt im Jahr 1940 und verfolgt deren Entwicklung bis 2017, wobei die Ausstellung auch diejenigen Momente beleuchtet, in denen das Museum selbst zum Protest-Gegenstand wurde.

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Pink: The History of a Punk, Pretty, Powerful Color

The Museum of the Fashion Institute of Technology, New York / US
– 05.01.2019
fitnyc.edu/museum 

[Pink: Die Geschichte einer punkigen, hübschen, mächtigen Farbe] Pink gehört – in allen Schattierungen von Magenta bis Zartrosa – zu den umstrittensten Farben überhaupt. Je nach Epoche und kulturellem Kontext ist Pink entweder männlich, weiblich oder auch geschlechtsneutral konnotiert. Es kann Erotik oder Unschuld, Emanzipation oder traditionelle Rollenklischees transportieren sowie in einigen Ländern als Nationalfarbe patriotische Zwecke erfüllen. Die Ausstellung bietet anhand von rund 80 Exponaten eine Reise quer durch die Geschichte dieser facettenreichen Farbe und möchte damit neue Perspektiven eröffnen und mit festgefahrenen Assoziationen brechen. Unter den Modekreationen finden sich Arbeiten von Designern wie Elsa Schiaparelli, Christian Dior, Yves Saint Laurent oder Rei Kawakubo. Am 19. Oktober 2018 findet ein begleitendes Symposium statt, das per Livestream übertragen wird.

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Amsterdam, the Magic Center. Art and Counterculture 1967–1970

Stedelijk Museum Amsterdam / NL
– 06.01.2019
stedelijk.nl 

[Magisches Zentrum Amsterdam. Kunst und Gegenkultur 1967–1970] Abseits der populären Pfade, betrachtet das Stedelijk Museum die politischen und sozialen Umwälzungen der späten 1960er-Jahren am Beispiel der niederländischen Hauptstadt, die schon damals ein Symbol für freies Denken und Handeln war. Anhand von Werken aus der eigenen Sammlung, versucht die Ausstellung das künstlerische Potenzial dieser Zeit nachzuvollziehen, das Aufbruch, Widerstand, Internationalität und Provokation Ausdruck verlieh und dafür nicht nur herkömmliche Medien, sondern auch neue Plattformen wie die Straße, das Fernsehen oder Magazine nutzte. Wie sich die Rolle der Frau – auch in der Kunst – im Zuge der 68er wandelte, bezeugt die Präsenz von Arbeiten weiblicher Kunstschaffender in einem bis dahin von Männern dominierten Feld.

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Der Duft der Bilder – Werke der colección olorVISUAL, Barcelona

Opelvillen Rüsselsheim / DE
– 06.01.2019
opelvillen.de 

Der Kunstsammlung des katalanischen Parfümeurs Ernesto Ventós Omedes liegt die Beziehung zwischen Seh- und Geruchssinn zugrunde. Bereits seit 40 Jahren trägt er international Gemälde, Fotografien, Objekte und Videokunst zusammen, mit denen er beim Betrachter die Empfindung eines Duftes auslösen möchte – und das allein durch die über das Auge geweckten Erinnerungen. Gleichzeitig kreiert er selbst Düfte als Kunstwerke, die eine zusätzliche Wahrnehmungsebene schaffen und so eine neue Art der Kunstvermittlung eröffnen sollen. Die Opelvillen präsentieren 55 Werke aus Ventós Omedes Sammlung Olor Visual, wobei das Ziel unter anderem ist, „manchen Nochnicht- Kunstfreund anzulocken und für die zeitgenössische Kunst zu begeistern“.

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Zeichen als Waffen. Zum Beispiel das Emblem der „Rote Armee Fraktion“

Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig / DE
– 06.01.2019
dnb.de 

In der Ausstellung „Zeichen als Waffen“ wird anhand des Beispiels des Emblems der Roten Armee Fraktion deren gezieltes Verwenden von Texten, Bildern, Zeichen und anderen Medien zur politischen Provokation und Machtausübung untersucht und dargestellt. Das gezeigte Material setzt sich aus Zitaten, Worten und Bildern, beispielsweise Erinnerungsberichten, Polizeiakten oder Asservaten, zusammen, die aufzeigen sollen, „wie aus grafischen Zeichen Gewaltakte werden“.

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Kreaturen nach Maß. Tiere und Gegenwartsdesign

Marta Herford Museum für Kunst, Architektur, Design, Herford / DE
– 06.01.2019
marta-herford.de 

Die Existenz des Menschen war und ist eng mit der von Tieren verknüpft. Ob als Quelle für Rohstoffe, als Nutz- und Arbeitstiere oder als voll integriertes Familienmitglied sind sie ein wichtiger Teil unserer Kultur. Dass sich das Verständnis hin zu einem respektvolleren, gewaltfreien Umgang wandeln könnte, zeigen Trends wie die zunehmende Verbreitung einer veganen Lebensweise oder die Suche nach Alternativen zu Materialien auf tierischer Basis. Auch im Design spielen Tiere eine Rolle: Es gibt eine Vielzahl an Produkten für Tiere, Versuche, sie durch künstliche beziehungsweise robotische Abbilder zu ersetzen oder auch durch spekulative und experimentelle Gestaltung ethische Fragen zur Beziehung zwischen Mensch und Tier aufzuwerfen. Die Ausstellung präsentiert 40 Auseinandersetzungen internationaler Designer und Künstler mit der Thematik.

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Contemporary Muslim Fashions

De Young Museum, San Francisco / US
– 06.01.2019
deyoung.famsf.org 

[Zeitgenössische muslimische Moden] Die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ im De Young Museum in San Francisco befasst sich erstmalig museal mit der komplexen und vielfältigen Natur muslimischer Mode sowie der damit einhergehenden Kleiderordnung. Die Ausstellung präsentiert Orte, Stoffe und Stile aus der ganzen Welt und stellt eine Reihe verschiedener Religionen und Perspektiven vor, die aufzeigen sollen, wie sich muslimische Frauen selbst definieren, aber auch, wie sie auf der anderen Seite von der Mode beeinflusst werden können. Neben Kleidungsstücken aus den Bereichen Luxus, Streetware und Sport werden in der Ausstellung auch Auszüge aus sozialen Medien, persönliche Geschichten und Visionen sowie Video- und Fotomaterial präsentiert.

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Saturated: The Allure and Science of Color

DE
– 13.01.2019
 

Die Ausstellung „Saturated: The Allure and Science of Color“, die derzeit im Cooper Hewitt zu sehen ist, beschäftigt sich mit dem Phänomen Farbe und wie diese Künstler, Designer und Wissenschaftler seit jeher in ihrer Arbeit beeinflusst. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich mehr als 190 Objekte (von der Antike bis zur Gegenwart) aus der Sammlung des Cooper Hewitt sowie den Bibliotheken der Smithsonian Libraries.

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Saturated: The Allure and Science of Color

Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum, New York / DE
– 13.01.2019
cooperhewitt.org 

Die Ausstellung „Saturated: The Allure and Science of Color“, die derzeit im Cooper Hewitt zu sehen ist, beschäftigt sich mit dem Phänomen Farbe und wie diese Künstler, Designer und Wissenschaftler seit jeher in ihrer Arbeit beeinflusst. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich mehr als 190 Objekte (von der Antike bis zur Gegenwart) aus der Sammlung des Cooper Hewitt sowie den Bibliotheken der Smithsonian Libraries.

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Bouncing in the Corner

Hamburger Kunsthalle, Hamburg / DE
– 13.01.2019
hamburger-kunsthalle.de 

[In der Ecke hüpfend] Der Titel der aktuellen Ausstellung „Honey, I Rearranged the Collection“ [Liebling, ich habe die Sammlung neu gehängt] (ursprünglich Titel einer Werkgruppe des US-amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg) ist die Einladung, die Sammlung der Gegenwartskunst in der Hamburger Kunsthalle neu zu entdecken. Die über drei Jahre angelegte Präsentation widmet sich dabei unterschiedlichen Erfahrungs- und Erlebnisbereichen des Menschen: Nach der Untersuchung der Beziehung zwischen Mensch und Ding sowie zwischen Mensch und Mensch geht es in diesem Jahr unter dem Motto „Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums“ um die Beziehung des Menschen mit dem ihn umgebenden Raum. Wie in einem Theaterstück erscheinen dabei manche Kunstwerke nur in bestimmten Szenen, andere Arbeiten bleiben, bieten aber durch neue Inszenierungen andere Lesarten an.

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Königsschlösser und Fabriken – Ludwig II. und die Architektur

Architekturmuseum der TU München, München / DE
– 13.01.2019
architekturmuseum.de 

Ludwig II. von Bayern (1845–1886) ist vor allem für seine opulenten Schlossbauten wie Neuschwanstein oder Linderhof berühmt, denen er auch den Spitznamen Märchenkönig verdankt. Über diese Touristenattraktionen hinaus, entstanden in Bayern unter seiner Regentschaft auch eine Reihe weniger bekannter, aber nicht minder wichtiger Gebäuden wie die Nürnberger Synagoge, die Fabrikbauten im Augsburger Textilviertel oder die gläsernen Hallen für die Ausrichtung der internationalen Elektrizitätsausstellung 1882 in München sowie Bauten für Bildung und Erziehung, Gesundheit, Kultur und Verwaltung. Anlass für die Ausstellung ist zum einen die bislang fehlende umfangreiche Auseinandersetzung mit der Architektur Ludwig II., zum anderen seine Rolle als Gründungsvater der TU München vor 150 Jahren unter dem Namen Neue Polytechnische Schule.

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Hybrid Tbilisi

Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main / DE
– 13.01.2019
dam-online.de 

Tiflis ist nicht nur die Hauptstadt des diesjährigen Gastlandes der Frankfurter Buchmesse, Georgien, sondern wird auch als neuer Hotspot für Nachtleben, Kultur und Tourismus gefeiert – das nächste Berlin, mitten im Kaukasus. Das Deutsche Architekturmuseum widmet der Stadt nun eine Ausstellung, die vor allem die dortigen Gegensätze in den Mittelpunkt rückt. Diese äußern sich unter anderem in der Architektur. In Tiflis treffen Überreste des sowjetischen Brutalismus, am bekanntesten wohl das Ministerium für Straßenbau, und neue, ambitionierte Bauprojekte aufeinander. Ebenso üben sowohl Orient als auch Okzident ihren Einfluss aus. Parallel zur Ausstellung findet im Museum ein georgischer Filmabend sowie ein Architekturabend mit Büros aus Tiflis und Berlin statt.

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Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen

Ludwig Forum Aachen / DE
– 13.01.2019
ludwigforum.de 

Die Pattern und Decoration-Bewegung entwickelte sich in den 1970er-Jahren in den USA als eine der letzten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Sie vereint dabei Patchwork-Arbeiten und dekorative Muster mit einem politisch-emanzipatorischen Ansatz. AlsGegenentwurf zu bestehenden, eher männlich dominierten Kunstverständnissen, macht sich die Ausstellung die in Europa einzigartige Sammlung des Ludwig Forum Aachen zunutze und zeigt vor diesem Hintergrund Mosaiken, Textilcollagen, Malereien und Grafiken sowie Rauminstallationen und Video-Performances.

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Triennale Design Museum Stories. Italian Design

La Triennale di Milano, Mailand / IT
– 20.01.2019
triennale.org 

Das Triennale Design Museum betrachtet in der Jahresausstellung 2018 die umfassende Geschichte des italienischen Designs aus unterschiedlichen Blickwinkeln: aus Sicht der Geografie, der Politik, der Wirtschaft, der Technologie und der Kommunikation. Die Ausstellung behandelt Themen wie den wechselseitigen Einfluss von Politik und Design oder das Darstellen und Verbreiten des Designs durch Medien. Die insgesamt 180 ausgestellten Werke sind chronologisch angeordnet und unterteilt in fünf zeitliche Abschnitte – von 1902 bis 1998.

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Plot in Plastilin

MUDAC, Lausanne / CH
– 20.01.2019
mudac.ch 

Der Gedanke an Knete weckt bei den meisten Menschen unweigerlich Kindheitserinnerungen. Doch auch abseits ihrer Funktion als Spiel- und Bastelmaterial spielt die bunte Masse eine wichtige Rolle: Als Rohstoff für Animationsfilme, Modelle, Plastiken oder illustrative Darstellungen wird sie trotz neuer digitaler Möglichkeiten von vielen Gestaltern und Künstlern nach wie vor gerne genutzt. „Plot in Plastilin“ begleitet die Geschichte des Mediums Knete von den 1950er-Jahren bis heute. Zu sehen sind unter anderem Ausschnitte aus bekannten Vertretern dieser Kunstform, etwa „Shaun das Schaf“ oder „Pingu“, sowie experimentelle filmische Werke, Musikvideos, Objekte, Installationen und Modelle aus dem Produktdesignkontext. Mit dieser Mischung sollen alle Besucher, vom professionellen Gestalter bis zur Schulklasse, auf ihre Kosten kommen.

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Christien Meindertsma. Beyond the Surface

Vitra Design Museum, Weil am Rhein / DE
– 20.01.2019
design-museum.de 

„Christien Meindertsma. Beyond the Surface“ ist die erste internationale Einzelausstellung der niederländischen Designerin Christien Meindertsma. Sie interessiert sich besonders für Industrieproduktion und die Arbeitsprozesse im Design. Es werden deshalb nicht nur fertige Produkte, sondern auch Prototypen, Fotografien und Materialproben ausgestellt. Sie selbst beschreibt ihre Arbeit als „Documentary Design“ – einen Schaffensprozess, bei dem jeder Arbeitsschritt dokumentiert wird und nicht nur das fertige Produkt, sondern der gesamte Herstellungsprozess eine Rolle spielt. Gezeigt werden Projekte wie „One Sheep Sweater“ aus dem Jahr 2010, bei dem sie aus der Wolle einzelner Schafe jeweils einen Pullover herstellte, und „Flax Chair“ aus dem Jahr 2015, ein aus dem nachhaltigen Material Flachs hergestelltes Möbelstück, für das sie bereits zwei Designpreise erhielt.

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Ralf Ziervogel – As If

Sammlung Falckenberg, Hamburg-Harburg / DE
– 27.01.2019
deichtorhallen.de 

[Ralf Ziervogel – Als ob] Der 1975 geborene Künstler Ralf Ziervogel gelangte nach seinem Studium an der Universität der Künste Berlin zu internationaler Bekanntheit. Sein Werk zeigt vor allem menschliche Körper, die ineinander verschlungen monochrome, filigrane und dynamische Zeichnungen ergeben. Die Körper stellt der Künstler in drastischer Weise dar – deformiert, gequält oder ekstatisch verkrümmt. In einer weiteren Serie, mit der er im Jahr 2014 begann, kombiniert er verwischte Körperabdrücke in schwarzer Gouache mit einer handgeschriebenen Textebene. Die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg ist die bislang größte Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers und präsentiert neben seinen zeichnerischen Arbeiten auch Installationen, Skulpturen und Videos. Abgesehen vom jeweils ersten Sonntag im Monat bedarf der Besuch einer Anmeldung.

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A Modern Life. Tablewares 1930s–1980s

National Gallery of Victoria, Melbourne / AU
– 27.01.2019
ngv.au 

Die Ausstellung „A Modern Life“ zeigt ausgewähltes Keramikgeschirr, das den modernen Lebensstil des 20. Jahrhunderts in Form, Farbe und Art der Vermarktung aufgreift. Mit der wachsenden Wirtschaftskraft und größerem Wohlstand stieg der Wunsch nach ästhetischen, erschwinglichen Objekten, die sowohl visuell ansprechend als auch praktikabel sein sollten. Designer und Keramikmanufakturen arbeiteten eng zusammen, entwarfen vielfältige Produkte aus verschiedenen Materialien und ließen auch den Verbraucher erstmals am Arbeitsprozess teilhaben.

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Fashioned from Nature

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 27.01.2019
vam.ac.uk 

Die Natur ist seit Beginn der Menschheit Herstellungs- und Inspirationsgrundlage für Kleidung und Mode. Einerseits werden von der Natur inspirierte Drucke, Schnitte oder Materialien, die besonders im historischen Kontext, zum Beispiel an den aufwändig gearbeiteten, floralen Kleider aus dem 19. Jahrhundert auffallen, gezeigt und in der Ausstellung im Wandel der Zeit vorgestellt werden. „Denke über die Materialien der Mode und die Herkunft deiner Kleidung nach“, heißt andererseits die Aufforderung an die Besucher der Ausstellung. Durch die Industrialisierung – die Massenproduktion und den steigenden Konsum – entwickelte sich unter den Modemachern und Kunden ein neues nachhaltiges Bewusstsein, welches das Hauptaugenmerk von „Fashioned from Nature“ darstellt. Unter dem Begriff Nachhaltigkeit werden in der Ausstellung verschiedene Arten des ökologisch bewussten Umgangs mit Ressourcen und Herstellungsmethoden sowie dem Konsum und den Ungleichgewichten im Allgemeinen verstanden. So gibt es in der Modeindustrie einiges an Innovationspotenzial, welches aussagekräftig im Victoria and Albert Museum präsentiert wird.

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Human non Human

Powerhouse Museum, Sydney / AU
– 27.01.2019
maas.museum 

[Menschlich, nichtmenschlich] Die Frage, was den Menschen definiert und ausmacht, mündete nach zweijähriger Vorbereitung nun in eine Ausstellung am Powerhouse Museum. Berücksichtigt werden dabei verschiedene Disziplinen, darunter Architektur, Design und Film, aber auch Biotechnologie, Robotik sowie Chemie. Vier Künstler widmen sich jeweils einem elementaren Teil des menschlichen Lebens – Nahrung, Arbeit, Sex und Glaube – und setzen in Form von Installationen ihre Perspektiven und Zukunftsvisionen um. Lindsay Kelley betrachtet etwa mit von Schüssen durchlöcherten Kuchen aus ballistischer Gelatine – ein Material, das bei militärischen Übungen die Beschaffenheit des menschlichen Körpers simuliert –, das Verhältnis von Nahrung und Technologie sowie die Sorge vor drohender Lebensmittelknappheit, während sich Maria Fernanda Cardoso mit der Schönheit, Verführungskunst und manipulativen Macht von Pflanzen auseinandersetzt.

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Social Design

Museum für Gestaltung Zürich, Zürich / CH
– 03.02.2019
museum-gestaltung.ch 

Unsere Welt steht vor einer Vielzahl an Herausforderungen, die uns Menschen, unsere Umwelt und unser Miteinander betreffen. Welchen Beitrag Gestaltung leisten kann, etwa im Kontext von Wohnraum und Stadtentwicklung, bei der Unterstützung von Existenzgründungen, der Integration von Flüchtlingen, der Förderung von Kultur und Bildung oder dem Erhalt der biologischen Vielfalt, zeigen verschiedene ausgewählte Projekte internationaler Designer und Initiativen. Die Ausstellung „Social Design“ möchte damit nicht nur einen Überblick über bestehende Ansätze geben, sondern auch mit Workshops, Exkursionen und Talks zur tieferen Auseinandersetzung mit der Thematik animieren und als Anreiz dienen, selbst aktiv zu werden. Die Ergebnisse der Interaktion mit den Besuchern werden schon während der Laufzeit auf der Museumswebseite veröffentlicht, sodass die Ausstellung stetig wächst.

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Im Fokus: Taschen

Deutsches Ledermuseum, Offenbach / DE
– 03.02.2019
ledermuseum.de 

„Funktional, schmückend, modisch“ heißen die zusammenfassenden Schlagworte für die ausgewählten Taschen, die im Rahmen des neuen Studioformats des Deutschen Ledermuseums „Im Fokus“ Einblicke in das historische Archiv bieten. Das Museum ist stolz auf eine umfangreiche Sammlung mit über 30.000 Artefakten aus vielen Zeiten und Regionen der Lederkultur, welche Offenbach im internationalen Vergleich besonders herausstellt. In der Ausstellung „Im Fokus: Taschen. Funktional, schmückend, modisch“ wird eine historische Zusammenfassung der Taschenkultur mit Exponaten aus mehreren Epochen geboten. Die Tasche wurde zu Beginn ihrer Existenz als reines Funktionsmittel – Behältnis – eingesetzt, um Rohstoffe und Nahrungsmittel zu transportieren. Im Mittelalter entwickelten sich die aus Leder hergestellten Beutel- oder Gürteltaschen, die hauptsächlich von Männern getragen wurden. Weitere Entwicklungen oder Modifikationen der Funktionen sowie Unterkategorien der Tasche wurden stark von modischen Einflüssen geprägt, woraus heutige Modelle wie Bürotasche, Sporttasche, Umhängetasche oder Clutch entstanden.

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Design Storytellers: The Work of Broached Commissions

National Gallery of Victoria, Melbourne / AU
– 16.02.2019
ngv.au 

Die Ausstellung „Design Storytellers: The Work of Broached Commissions“ zeigt Arbeiten renommierter Designer, die die Entwicklung des australischen Designs widerspiegeln. Es werden insgesamt vier Sammlungen der Kreativagentur Broached Commission gezeigt, die alle unter dem Überbegriff Globalisierung und ihre Folgen zusammengefasst werden können. Die Ausstellung zeigt sowohl Arbeiten von australischen als auch von internationalen Designern, um einen außergewöhnlichen und möglichst umfassenden Einblick in den Entstehungsprozess des australischen Designs zu geben.

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Anthropocene

National Gallery of Canada, Ottawa / CA
– 24.02.2019
gallery.ca 

Der Gotthard-Basistunnel, der Tagebau in Nordrhein-Westfalen oder die Mülldeponie Dandora in Nairobi sind nur einige, gut sichtbare Beispiele für das Ausmaß, in dem die Natur bereits durch das Handeln des Menschen geprägt ist. Als Teil der groß angelegten Unternehmung The Anthropocene Project zeigt diese Ausstellung anhand von Fotografien, Wandmalereien und Filminstallationen auf beeindruckende Art und Weise den menschlichen Einfluss auf unseren Planeten.

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Kinderbiennale – Träume und Geschichten

Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Japanisches Palais, Dresden / DE
– 24.02.2019
skd.museum 

„Kunstwerke besitzen die innere Kraft, Träumen eine Gestalt zu verleihen, Geschichten zu erzählen oder auch die uns umgebende Welt in all ihren Facetten widerzuspiegeln.“ Von dieser These ausgehend, verlässt die Kinderbiennale im Museumskontext übliche Vermittlungs- und Rezeptionsformen und schafft stattdessen einen Parcours, der Kunst erlebbar machen soll. Das Japanische Palais in Dresden wird so zu einem Ort, der zur Interaktion anregt, alle Sinne anspricht und die Besucher einlädt, anhand von Kunstwerken sowohl reale als auch fiktive Welten zu ergründen. Weiterhin wird zu diesem Anlass auch erstmalig das sogenannte Mobile Museum der Öffentlichkeit präsentiert, das durch Sachsen reisen und Kindern und Familien Kunst und Kultur näherbringen soll.

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Videogames: Design/Play/Disrupt

Victoria and Albert Museum, London / GB
– 24.02.2019
vam.ac.uk 

[Videospiele: Gestalten/Spielen/Stören] Mit mindestens 2,2 Milliarden aktiven Spielern weltweit ist es nicht verwunderlich, dass am Victoria and Albert Museum die Bestrebung besteht, sich verstärkt der Gaming-Kultur zu widmen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung wird mit der Ausstellung „Videogames: Design/Play/Disrupt“ gemacht, die sich vor allem mit den Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre beschäftigt. Betrachtet wird in verschiedenen Abschnitten das Design und die handwerkliche Umsetzung von Spielen, ihre Rolle als Vermittler von gesellschaftlich relevanten Themen, das kreative Potenzial der Gamer-Community sowie die Bedeutung von kleineren, unabhängigen Studios. Ein an die Ausstellung angeschlossenes Residency-Programm wird zudem einem britischen Künstler, Designer oder Maker aus dem Videospiel-Umfeld die Chance geben, mit den Kuratoren zusammenzuarbeiten.

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Colour and Abstraction

Textielmuseum, Tilburg / NL
– 03.03.2019
textielmuseum.nl 

[Farbe und Abstraktion. Generationen im Dialog] Die Zeitspanne von ™1960 bis heute umfasst in Bezug auf Textilien ein breites Spektrum: Innerhalb eines halben Jahrhunderts treffen hier zwei Generationen von Designern und Künstlern aufeinander, die in der Ausstellung „Colour and Abstraction. Generations in Dialogue“ im Textielmuseum anhand ihrer Arbeiten miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die ältere Generation, die Aspekte wie Farbe und Abstraktion mithilfe von Textilien erforscht, trifft dabei auf eine jüngere Generation, die sich diesen Aspekten eher thematisch nähert. Mithilfe von Filmmaterial, Zeichnungen und Mustern soll der kreative Prozess illustriert werden. Zu den Ausstellungsstücken zählen Arbeiten von Peter Struycken, Lam de Wolf, Bertjan Pot sowie Formafantasma und Rafaël Rozendaal.

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Victor Papanek: The Politics of Design

Vitra Design Museum, Weil am Rhein / DE
– 10.03.2019
design-museum.de 

[Victor Papanek: Die Politik des Designs] Zugleich als „Retrospektive und Themenausstellung“ angelegt, beleuchtet die Ausstellung im Vitra Design Museum sowohl das Leben und Werk, den Einfluss und die Visionen des Industriedesigners und Autoren Victor Papanek, als auch das Verhältnis von Gestaltung und komplexen, globalen Problemstellungen im Allgemeinen. Papanek hat vor allem durch Publikationen wie „Design for the Real World“ (1971) oder „Design for Human Scale“ (1983) einen Grundstein für kritisches, soziales und ökologisches Denken und Handeln im Bereich der Gestaltung gelegt. Eine Medieninstallation aus seinen Thesen ermöglicht Besuchern, in seine Gedankenwelt einzutauchen. Weiterhin sind noch nie gezeigte Objekte aus seinem Nachlass zu sehen, etwa Notizbücher, Briefe, Möbel und Dias. Eine Brücke in die Gegenwart schlagen darüber hinaus 20 Projekte zeitgenössischer Gestalter, die Papaneks Ansätze widerspiegeln und weiterentwickeln.

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Josef Frank

Designmuseo, Helsinki / FI
– 17.03.2019
designmuseum.fi 

Das Designmuseo in Helsinki blickt in einer Retrospektive auf das Werk des Designers und Architekten Josef Frank (1885–1967) zurück. Nachdem er in Wien studiert und promoviert sowie an der Wiener Kunstgewerbeschule gelehrt und den Wiener Werkbund mitgegründet hatte, floh er vor den Nationalsozialisten nach Schweden. Dort wurde er vor allem mit seinen Möbelentwürfen und Textildesigns unter anderem für Svenskt Tenn bekannt. Darüber hinaus war es sein Ziel, durch Gestaltung, Architektur und Stadtplanung einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen zu nehmen. Die Ausstellung geht seinen Prinzipien und Visionen anhand vielzähliger Exponate nach, die aus Sammlungen in Schweden und Österreich stammen.

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Times of Waste − Was übrig bleibt

Gewerbemuseum Winterthur / CH
– 17.03.2019
gewerbemuseum.ch 

„Abfall kann verheissungsvolle Ressource oder lästiger Rest sein, Abfall ist politisch und sozial, vor allem aber unvermeidlich. Abfall verschwindet nie vollständig und hinterlässt immer Spuren“, so beginnt der Ankündigungstext für „Times of Waste − Was übrig bleibt“. Um den Weg des Abfalls nachzuvollziehen, heftet sich die Ausstellung an die Fersen eines Smartphones und verfolgt die Route seines Transports und Recyclings. Dieser alltägliche Gegenstand führt den Besucher zu ganz unterschiedlichen Orten, etwa Deponien, Forschungslabors oder Reparaturwerkstätten, und lässt ihn auf die Menschen dort treffen. Die Fragestellungen und Problematiken, die so aufgezeigt werden, verlangen nach neuen Lösungsansätzen und einer tieferen Beschäftigung mit der Thematik. Entstanden ist die Ausstellung im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel.

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Andy Warhol. Pop Goes Art

Museum für Angewandte Kunst Köln / DE
– 24.03.2019
museenkoeln.de 

Die Ausstellung „Andy Warhol. Pop Goes Art“ zeigt erstmalig fast alle von Andy Warhol gestalteten Plattencover sowie deren zahlreiche Skizzen und Entwürfe. Darüber hinaus befinden sich unter den Exponaten eine Reihe von Filmen und Hörbeispielen, die zu einer umfassenden Dokumentation des Zusammenspiels von Kunst und Musik beitragen. Warhol (1928–1987) setzte sich bereits seit 1949 immer wieder mit dem Medium der Schallplatte auseinander: Zunächst widmete er sich als Werbegrafiker in erster Linie der Gestaltung von Covern verschiedener Jazz-LPs, in den 1960er-Jahren gestaltete er dann umfassende Gesamtkonzepte für die Cover unterschiedlicher Genres, darunter „Sticky Fingers“ (1971) von den Rolling Stones oder das Debütalbum der Band The Velvet Underground (1967) mit dem gleichnamigen Titel.

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West of Modernism: California Graphic Design, 1975–1995

LACMA, Los Angeles / US
– 21.04.2019
lacma.org 

[Der Westen des Modernismus: Kalifornisches Grafikdesign, 1975–1995] Kalifornien ist seit vielen Generation Sehnsuchtsort und Sinnbild für Freiheit, Liberalität und individuelle Entfaltung. Ähnliches galt auch für das kalifornische Grafikdesign in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesen Jahren emanzipierten sich eine Vielzahl von Gestaltern zunehmend von den allgemeingültigen und starren Regeln des Modernismus, die vor allem von der etablierten Szene in New York hochgehalten wurden. Weiter befeuert durch die neuen Möglichkeiten des rasant voranschreitenden technischen Fortschritts, ging man an der Westküste eigene Wege, sowohl in der Praxis als auch in der Theorie. Als Teil seiner Graphic Design Initiative, die zum Ziel hat, sukzessive eine umfassende grafische Sammlung aufzubauen, beleuchtet das LACMA die Zeit zwischen 1975 und 1995 anhand von Postern und Publikationen.

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100 Prozent Wolle

Museum Europäischer Kulturen, Berlin / DE
– 23.06.2019
smb.museum 

Am 5. November 2017 eröffnete die Sonderaustellung des Museums Europäischer Kulturen zum Thema Wolle in Berlin. Hier soll auf interdisziplinäre Art und Weise die Herkunft, Verarbeitung und der kulturelle Hintergrund des Werkstoffes an alle Altersgruppen vermittelt und die Besucher zum Spielen und Mitmachen angeregt werden. In der Ausstellung soll ein umfassendes Bild entstehen, das sowohl den Prozess der Herstellung, wie das Leben eines Schäfers und das Scheren, Kämmen und Waschen, als auch die Verarbeitung zu Garn, Textilien und Baustoff beleuchtet. Hiermit wird in einer Zeit, die dem Verlust von Traditionen unterliegt, eine Verbindung zu den eigenen kulturellen Wurzeln geschlagen.

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Shine on Me. Wir und die Sonne

Deutsches Hygiene-Museum, Dresden / DE
– 18.09.2019
dhmd.de 

Die Sonne ermöglicht und beeinflusst das Leben auf der Erde wie kein anderer Faktor. Sie ist Energiequelle, Rhythmusgeber und Zentrum unseres Planetensystems – und bei weitem noch nicht restlos erforscht. Kein Wunder also, dass die Menschheit seit jeher eine besondere Beziehung mit diesem Stern verbindet. Die Ausstellung „Shine on Me“ widmet sich nun umfassend der Sonne und den vielen Facetten ihrer naturwissenschaftlichen und kulturellen Bedeutung. Gegliedert in sieben Bereiche, wird ihre Rolle als Gottheit, Zeitgeber, Symbol, Lichtspender, Gesundheitsfaktor, Energiequelle und Stern betrachtet. Dabei wird von uralten Ritualen bis hin zu moderner Technologie ein breites Zeitfenster der Menschheitsgeschichte abgedeckt. Begleitet von Vorträgen, Diskussionen, Lesungen und Führungen soll sowohl Kindern als auch Erwachsenen die Thematik nähergebracht werden.

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68. Pop und Protest

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Hamburg / DE
18.10.2018 – 17.03.2019
mkg-hamburg.de 

Die 68er-Bewegung steht für eine Zeit, in der Menschen überall auf der Welt aufbegehrten und begannen, sich lautstark und mit verschiedenen kulturellen Mitteln, von Musik über Mode bis hin zum gesellschaftskritischen Kino und einem neuen Interesse an (öffentlichen) Diskussionen, gegen bestehende Strukturen zu wehren. Sie kämpften für Freiheit, Frieden, Gleichberechtigung und Akzeptanz – Werte, die heute wieder aufs Neue diskutiert werden. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) hat nun 200 Objekte aus der eigenen Sammlung sowie Leihgaben zusammengetragen, die das Lebensgefühl dieser Jahre verdeutlichen, darunter Kunstwerke, Fotografien, Mode, Plakate und Produkte. Die Spiegel-Kantine, die 1969 von Verner Panton für den Verlag fertiggestellt und 2012 ans MGK übergeben wurde, bildet den Mittelpunkt der Ausstellung.

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Tutto Ponti, Gio Ponti Archi-Designer

Musée des Arts Décoratifs, Paris / FR
19.10.2018 – 10.02.2019
madparis.fr 

Vor allem in Italien, aber auch mit internationalen Projekten hat Gio Ponti (1891–1979) in der modernen Architektur seine Spuren hinterlassen. Seine Auseinandersetzungen mit Farben, Oberflächen und feinen Strukturen erstreckten sich über die Gestaltung von Gebäuden bis hin zu Innenarchitektur sowie Produkt- und Möbeldesign, worauf auch der Untertitel „Archi-Designer“ hinweist. Das von ihm mitgegründete Domus-Magazin und seine Lehrtätigkeit am Politecnico di Milano trugen dazu bei, dass sich seine Ideen weit verbreiteten. Die Ausstellung geht den sechs Jahrzehnten seines Wirkens chronologisch sowie nach Disziplinen geordnet nach. Zu sehen sind unter anderem Zeichnungen, Modelle, Fotografien und Filme. Mit „Tutto Ponti“ soll auch in Frankreich das Bewusstsein für die Bedeutung Gio Pontis für die Architektur- und Designgeschichte gestärkt werden.

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Hautnah. Die Filmkostüme von Barbara Baum

Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main / DE
23.10.2018 – 10.03.2019
deutsches-filminstitut.de 

Barbara Baum zählt zu den renommiertesten Kostümgestaltern Deutschlands und blickt auf fast 50 Jahre Zusammenarbeit mit internationalen Regisseuren und Produzenten zurück. Besonders aufwendige historische Kostüme, etwa für Filme wie „Katharina die Große“ (1995) oder „Buddenbrooks“ (2008), gehören zum Repertoire Baums. Unter anderem ist in der Ausstellung der Entstehungsprozess „vom ersten Lesen des Drehbuchs über historische Recherchen bis hin zum Zeichnen von Entwürfen und dem spannenden Moment der ersten Anprobe mit den Schauspielern“ dokumentiert. Bei ihrer Arbeit lässt sich die Gestalterin vor allem von der Auswahl der Stoffe leiten. Die taktilen Qualitäten des Materials nutzt die Ausstellung, ergänzt durch Audiomaterial und Informationen in Brailleschrift, um auch blinde Menschen oder Menschen mit Sehbehinderung eine Erlebnisebene zu bieten.

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Sagmeister and Walsh. Beauty

MAK, Wien / AT
24.10.2018 – 31.03.2019
mak.at 

[Sagmeister und Walsh. Schönheit] Mit einer groß angelegten, interaktiven Ausstellung widmet sich Stefan Sagmeister – diesmal gemeinsam mit Jessica Walsh – nach dem Glück nun einem weiteren großen Thema der menschlichen Kultur: der Schönheit. Um zu beweisen, dass Schönheit mehr ist, als reine Oberflächlichkeit, laden verschiedene Installationen und Objekte dazu ein, sich mit den verschiedenen Facetten dieses Begriffs auseinanderzusetzen: von digitalen Experimenten zur Symmetrie über das sinnliche Erleben von Klang, Farbe und Duft bis hin zur Frage, was einen Menschen für andere anziehend macht. Die Themengebiete „Was ist Schönheit?“, „Die Geschichte der Schönheit“, „Im Auge des Betrachters“, „Schönheit erleben“ und „Transformierende Schönheit“ werden vom „Schönheitsarchiv“ abgeschlossen, das von Sagmeister und Walsh kuratiert eine Auswahl „besonders schöner“ Exponate aus der Sammlung des Museums präsentiert.

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All I Know Is What’s on the Internet

The Photographers’ Gallery, London / GB
26.10.2018 – 24.02.2019
thephotographersgallery.org.uk 

[Alles was ich weiß, weiß ich aus dem Internet] Das Medium Fotografie und der Beruf des Fotografen haben durch technischen Fortschritt, globale Vernetzung und soziale Plattformen einen radikalen Wandel erlebt. Wo früher noch eine überschaubare Menge an Bildern produziert wurde, sieht sich der Nutzer heute mit einer Flut an visuellem Material konfrontiert. Bots, Algorithmen, intelligente Maschinen und vor allem eine riesige Zahl an Mitarbeitern in großen Unternehmen sind an der Produktion und Verbreitung dieser Bilder beteiligt. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die glänzende Oberfläche unserer Bildschirme und geht der Arbeit eben jener Akteure nach. Anhand von künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Thematik wird provoziert, hinterfragt und erforscht, wie die Bildkultur heute funktioniert und wo die Grenze zwischen menschlichem und maschinellem Input verläuft.

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Home Futures

The Design Museum, London / GB
07.11.2018 – 24.03.2019
designmuseum.org 

[Zuhause der Zukunft] Die Frage „Wie werden wir in Zukunft wohnen?“ beschäftigt(e) Designer aller Epochen. Doch wie steht es mit diesen Visionen, wenn die Zukunft aus damaliger Sicht erreicht ist? Die Ausstellung „Home Futures“ zeigt futuristische Entwürfe aus dem 20. Jahrhundert von Designern wie Ettore Sottsass, Joe Colombo, Superstudio oder Enzo Mari und stellt sie aktuellen Entwicklungen gegenüber. In Themenbereiche gegliedert, werden – damals wie heute relevante – Szenarien und Fragestellungen aufgegriffen und Lösungsansätze präsentiert, etwa das Leben auf engstem Raum, das moderne Nomadentum, Minimalismus oder das smarte Haus. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem IKEA Museum in Älmhult, Schweden und wird dort auch im Anschluss zu sehen sein.

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Downtown Denise Scott Brown

Architekturzentrum Wien, Wien / AT
22.11.2018 – 18.03.2019
azw.at 

Das Architekturzentrum Wien widmet der 1931 geborenen Stadtplanerin, Architektin, Lehrerin und Autorin Denise Scott Brown, deren Werk gerade erst wiederentdeckt wird, eine erste umfassende Retrospektive. Scott Brown übt seit den 1960er-Jahren großen Einfluss auf die Architektur aus, sowohl praktisch als auch theoretisch, wobei jedoch die große Anerkennung für die gemeinsame Arbeit vor allem ihrem Partner und Ehemann Robert Venturi zukam. Sowohl mit fotografischen Dokumentationen als auch architektonischen und stadtplanerischen Projekten auf allen fünf Kontinenten setzte sich die Gestalterin für eine undogmatische Formensprache und gezielte Eingriffe in bestehende Strukturen ein. Die Ausstellung umfasst Objekte, Fotos, Pläne, Collagen, Zitate und Videos und ist selbst als eine Art urbanes Setting angelegt.

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Cultural Threads

Textiel Museum, Tilburg / NL
24.11.2018 – 12.05.2019
textielmuseum.nl 

[Kulturelle Verstrickungen] In der Ausstellung „Cultural Threads“ dienen Textilien als Vermittler und Zeuge von soziopolitischen Verbindungen in einer Welt, deren Grenzen immer mehr verschwimmen. Dabei werden Geschichten entdeckt und erzählt, Beziehungen aufgezeigt, Identitäten gepr.gt und auch Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Neben Arbeiten internationaler Textilkünstler wie Hana Miletić, Otobong Nkanga, Aiko Tezuka oder Mary Sibande wurden auch speziell für die Ausstellung neue Werke im Textiel Lab angefertigt. Eylem Aladogan beschäftigt sich zum Beispiel anhand von Textilien aus dem Osmanischen Reich mit ihrer türkischen Herkunft und der dortigen politischen Lage unter Recep Tayyip Erdoğan, während Vincent Vulsma sich in Form von Skulpturen mit der historischen Rolle von Stoffen und Indigo im Sklavenhandel auseinandersetzt.

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