23. Juni 2018

News

Dieter Hacker.
Alle Macht den Amateuren
(1971–1984)

Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe

– 16. September 2018

zkm.de

 

„Alle Macht den Amateuren“ ist der Untertitel der Ausstellung von Dieter Hacker 2018 im ZKM in Karlsruhe, „Jeder könnte ein Künstler sein“ war der Titel der Ausstellung im Jahr 1971 in seiner Produzentengalerie für Volkskunst in Berlin.



 

Mit dem Beginn der sozialen Netzwerke ab 2003 – Myspace und Facebook seien als Vorreiter genannt – veränderten sich die Möglichkeiten, seine eigene Meinung zu zeigen und zu teilen; mit steigender Popularität der digitalen Fotografie stieg zeitgleich auch die Masse an Fotos und ihre Veröffentlichung online. Die Perspektive auf die Fotografie, den öffentlichen Raum und die persönliche Meinung wurde dadurch stark verschoben, was Auswirkungen auf die bildende Kunst und die Kultur hat. Dieses Phänomen der Amateurkunst wurde bereits vor über 30 Jahren von Dieter Hacker in der Kategorie der Volkskunst diskutiert.

Die Ausstellung im ZKM präsentiert eine Auswahl der Amateurarbeiten aus der Zeit Dieter Hackers Produzentengalerie in Berlin. Gezeigt werden Fotografien, Texte, Zeichnungen und Objekte, die von der Zeitungsausträgerin bis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten Ronald Reagan angefertigt wurden. Hacker sieht in den Arbeiten einen Auszug aus der „allgemeinen Kreativität und des fantasievollen Widerstands gegen den Status quo“. Dieter Hacker sagte 1972 dazu: „Volkskunst, das ist nicht Kunst, die vom Volk gemacht wird. Volkskunst ist nicht die Malerei, die Schnitzerei, die Kneterei des Dilettanten. Volkskunst ist die Kunst, die eigenen Interessen zu artikulieren, möglichst wirksam und deshalb möglichst unkonventionell, möglichst fantasievoll, möglichst intelligent.“



 

Im Kontext der Volkskunst der 1970er- und 80er-Jahre lässt sich das aktuelle Phänomen mit differenzierter Haltung betrachten. Die Ausstellung hinterfragt die damaligen und kommenden Konsequenzen für die Gesellschaft, die Demokratie, die „allgemeine Kreativität“ und eine möglich verschobene Beziehung zu dem historischen Konzept von Kultur.

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Nº 279
Embodiment in Design

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