3. Januar 2018

News

Artisti all’Opera

Museo di Roma

– 11. März 2018

museodiroma.it

 

Die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern hat am Teatro dell’Opera di Roma eine lange Tradition. Im künstlerischen Universum des Theaters, in dem Dirigenten neben Musikern und Kostümbildnern arbeiten, holte die römische Staatsoper bereits von Beginn an auch bildende Künstler für Bühnenbild und Kostüme ans Haus. Die Ausstellung im Museo di Roma beleuchtet die Geschichte des Theaters und dessen wegweisende Kollaborationen mit der bildenden Kunst.



 

Kurz nach dem Bau des Theaters von 1874 bis 1880 schlug das damals unter dem Namen seines Bauherrs bekannte Teatro Constanzi eine innovative Richtung ein. Neben dem Teatro alla Scala in Mailand, das für seine romantischen Opern bekannt war und dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem ältesten noch aktiven Opernhaus, fehlte dem neuen Teatro Constanzi das Alleinstellungsmerkmal. Mit der Uraufführung von „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni 1890 war die veristische Oper geboren und die kulturelle Identität des Theaters bestimmt. „Verismo“ bezeichnet eine Stilrichtung in der italienischen Oper, die sich von klassischen Theaterkonventionen des 19. Jahrhunderts lossagt, wie beispielsweise der Ständeklausel oder dem Dekorum. Trotz großer stilistischer Unterschiede zwischen veristischen Opern, spielen sie meist im niederen sozialen Milieu an exotischen oder ländlichen Schauplätzen, weisen einen gesteigerten Realismus auf und haben einen gewaltsamen Höhepunkt. Zusätzlich bemühte sich das Teatro Constanzi um eine internationale Ausrichtung und eine Nähe zur bildenden Kunst.



 

Mit der Oper „Otello“ von Gioachino Rossini 1964 schrieb das Teatro dell’Opera di Roma erneut Operngeschichte. Die Inszenierung wurde erstmalig komplett von einem Künstler gestaltet – Giorgio de Chirico. Die farbenfrohe, surrealistische Gestaltung der Oper wird in der Ausstellung im Museo di Roma anhand des bemalten Bühnenvorhangs präsentiert. Weitere Künstler, die bereits an der römischen Staatsoper mitgearbeitet haben sind unter anderen Pablo Picasso, Afro Basaldella, Alberto Burri, Arnaldo Pomodoro und zuletzt William Kentridge.

Carlo Fuortes, der seit 2013 Intendant am Opernhaus ist, entschied sich bewusst für das Anknüpfen an die traditionelle Einheit von Oper und bildender Kunst an der römischen Staatsoper. Das Teatro dell’Opera di Roma, das in den letzten Jahren mehr oder weniger in Vergessenheit geraten ist, soll so von einer Ära der Monotonie erlöst werden und durch Kollaboration die Linie künstlerischer Zusammenarbeit wieder aufleben lassen. Nach unzähligen Künstlerkollaborationen besitzt das Archiv des Theaters neben 60.000 Kostümen und 11.000 Zeichnungen auch einen großen Bestand an originalen Kunstwerken, die zahlreich in der Ausstellung zu sehen sind. Anhand der Kollaborationen bildet die Ausstellung einerseits die Geschichte des Hauses ab und andererseits lassen sich daran Strömungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts ablesen.

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