3. November 2017

News

Civic Design

 

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

1. – 2. Dezember 2017

conference.dgtf.de

 

Die Reichweite und das Aktionsfeld von Design hat sich in den letzten Jahrzehnten maßgeblich erweitert. Sich über einen funktions- und produktfokussierten Blick hinaus entwickelnd, kann sich Design mittlerweile mit Selbstverständlichkeit in eine strukturkritische Reflexion von Abläufen und Politik begeben. Die Erkenntnis über die sozialen und strukturellen Auswirkungen von Gestaltung rücken schon seit Lucius Burckhardt verstärkt ins Zentrum. Seit 14 Jahren organisiert die Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung eine Jahrestagung, bei der darauf eingegangen wird, wie sich Theorie und Praxis verknüpfen lassen. In diesem Jahr treten sie mit dem Thema „Civic Design. Zur Theorie und Praxis des Sozialen und Politischen im Design“ an.



 

Die Veranstaltung wird an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle stattfinden, eine der wenigen deutschen Bildungsstätten für Design mit Promotionsrecht. Designtheoretiker und -wissenschaftler kommen hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus dem restlichen Europa zusammen, um in verschiedenen Formaten bestimmte Fragen aufzuarbeiten. Im Zentrum der Veranstaltung steht Civic Design, eine Form des Designs, die besonders an politischen und partizipativen Prozessen interessiert ist. Die Definition dieses Designbegriffes ist dennoch nicht ganz geklärt und bei der inflationären Entwicklung der verschiedenen Designbegrifflichkeiten in den letzten Jahren müsste der Herleitung dieser auch eine sprachliche Analyse vorangehen.

Beginnen wird die Tagung jedenfalls mit etwas Solidem: Bazon Brock und Claudia Mareis werden über eine historische Einordnung von Designansätzen und deren aktuelle Wichtigkeit debattieren. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden in verschiedenen Kurzvorträgen in drei Abschnitten zwölf Redner zu Wort kommen und über verschiedene Komplexe rund um das Thema referieren.

Die zweite Diskussion mit Guy Julier, Jocelyn Bailey und Vera Baur wird sich um die momentane Beschaffenheit von Civic Design drehen.

Der Samstag der Konferenz ist geteilt in Diskussionen und Workshops. Die Diskussionen beschäftigen sich hier zum Beispiel mit der Frage nach systematischen Fehlern in der Designforschung oder mit der Rolle der Digitalisierung in Prozessen des polischen Designs. Unter anderem bietet Uta Brandes nachmittags einen Workshop zu Gender Design an.

An dem darauffolgenden Sonntag wird eine Veranstaltung angeschlossen, die offizielle nicht zur Tagung gehört, aber dennoch gut passt: das Kolloquium „Design Promoviert“. Hier treffen sich Theoretiker und aktuelle Doktoranden und tauschen sich über ihre Themen aus.

Erst nach der Tagung wird man wissen, ob diese dazu beigetragen haben wird, den Begriff des Civic Design zu klären oder ob diese Adaption eines Begriffes eine erneute Strategie ist, die Designtheorie beschäftigt zu halten.

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