21. Juni 2014

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Javier Lloret: Puzzle Facade

 

„Puzzle Facade“ transferiert das als Zauberwürfel bekannte Geduldsspiel in den städtischen Raum. Die Fassade des Ars Electronica Center in Linz verwandelt sich in einen riesigen Zauberwürfel, der von Passanten über ein eigens dafür gestaltetes interaktives Interface gelöst werden kann. Je nach Ausrichtung und Veränderung des Interfaces ändern sich die Farbflächen auf der Fassade. Da wegen der Größe und Lage des Gebäudes nur zwei Seiten der Fassade gleichzeitig betrachtet werden können, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad des Spiels.



 

„Medienfassaden gibt es wie Sand am Meer. Aber diese hier ist anders. Ein Haus zum In-die-Tasche-Stecken ... Rubiks Zauberwürfel in der Godzilla-Edition. Wer wollte nicht schon einmal ein Riese sein und riesige Gebäude mit einem lässigen Handgriff verschieben? ‚Puzzle Facade‘ ist ein Spiel auf vielen verschiedenen Ebenen zwischen Micro und Macro, wobei die ganze Stadt den Spielern beim Scheitern zusehen kann. Denn es gibt nur wenige Menschen, die den Zauberwürfel richtig ordnen können, ohne die Steine herauszubrechen und neu zusammenzusetzen ... und das würde dann doch zu weit führen.“ Florian Pfeffer

 

Wir haben Javier Lloret drei Fragen gestellt:

 

1. Was sollen Personen fühlen, erleben oder lernen, die sich mit dem „Puzzle Facade Rubik’s Cube“ auseinander setzen? 

 

Aus meiner Sicht geht es bei Puzzle Facade eher um die Transformation des Raumes als darum, den Würfel zu lösen. Ich denke, die Dimension macht diese interaktive Erfahrung zu etwas Besonderem. Aber auf manche Leute kann sie auch einschüchternd wirken.

 

2. Welche technischen Herausforderungen musstest du während der Arbeit an deinem Projekt meistern?

 

Ich musste mir neue Fähigkeiten aneignen, um meine Idee umzusetzen. Die Frage der Größe des Interface-Würfels war der problematischste Aspekt. Für mich war es ausschlaggebend, ihn so zu gestalten, dass die Teilnehmer ihn bequem halten und drehen können.

 

3. Hast du für die Zukunft noch weitere Transformationen dieser Art in den öffentlichen Raum geplant?

 

Ich schließe für mich nicht aus, in der Zukunft noch an weiteren Interventionen im Stadtraum zu arbeiten. Mir gefällt die Verbindung aus dem ortsspezifischen Aspekt und der Medienarchitektur von Puzzle Facade. Aber aktuell konzentriere ich mich weniger auf interaktive und spielerische Arbeiten, sondern mehr auf unbewegte und bewegte Bilder.

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