11. Januar 2018

News

Rick Owens.

Subhuman Inhuman Superhuman

La Triennale di Milano

– 25. März 2018

triennale.org

 

Mit seiner ersten Retrospektive bespielt der US-amerikanische Modedesigner Rick Owens die Curve-Galerie des Palazzo della Triennale in Mailand. Anhand von über 100 Ausstellungsobjekten erfährt der Besucher einen Rundgang durch die 23-jährige Schaffensphase des Gestalters. Die von Owens selbst inszenierte Ausstellung zeigt seine Mode entsprechend der Geisteshaltung des Designers – frei von jeglichen Konventionen.



 

Unter den Ausstellungsstücken befinden sich Gewänder, die an auf Podesten gruppierten Mannequins präsentiert werden, Accessoires, Möbel, Laufstegvideos und diverse andere Objekte. Fokuspunkt der Inszenierung ist jedoch die ominöse, schwarze Form, die sich wie ein Geschwür durch den Raum der hufeisenförmigen Galerie windet. Mit dieser skulpturalen Rauminszenierung bezieht sich der Gestalter auf seine eigene Aussage von vor circa 20 Jahren, in der er konstatierte, er würde einen schwarzen, glitzernden Scheißhaufen auf die weiße Landschaft der Konformität setzen. Die Skulptur besteht aus einer zaubertrankähnlichen Materialmischung aus Beton, zerdrückten Lilien, venezianischem Sand und Haaren aus der Bürste des Designers, die er über 30 Jahre hinweg gesammelt hat. Neben ihrer inhaltlichen Aussage erfüllt die Struktur noch weitere Funktionen. In ihrem starken visuellen Kontrast bricht sie die Raumstruktur auf, leitet den Besucher durch die Ausstellung und bietet zudem einen organischen und abgründigen Gegenpol zur Schönheit und Eleganz von Owens Mode.

 

 

Rick Owens studierte zunächst Malerei und Skulptur am Otis Art Institute, dem heutigen Otis College of Art and Design, und widmete sich anschließend einer technischen Modeausbildung. Seine Entwürfe zeigen eine Gestaltungshaltung frei von präfigurierten Konventionen, die Kleider refigurieren stattdessen den menschlichen Körper losgelöst von dessen Vorgaben. Die Schuhe zum Beispiel weisen die Anforderung, den Fuß zu schützen, von sich und folgen ihrer eigenen Logik und die Möbel entstehen außerhalb des Rahmens von Bequemlichkeit. Diese Haltung wird auch in der Ausstellungsgestaltung deutlich, die nach keiner inhaltlichen Strukturierung vorgeht, sondern vielmehr von der Intuition des Gestalters geleitet ist.

Die Ausstellung wurde von der Kuratorin der Modeabteilung der Triennale di Milano, Eleonora Fiorani, vorgeschlagen und präsentiert. Die Patronage für die Ausstellung übernimmt die Camera Nazionale della Moda Italiana. Für den Eintrittspreis von neun Euro kann die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10.30 bis 20.30 Uhr noch bis zum 25. März 2018 besichtigt werden.

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