13. November 2017

News

Sitterwerk.
Orphan Papers

Sitterwerk St. Gallen

12. November 2017 – 28. Januar 2018

sitterwerk.ch

 

Das Sitterwerk ist Zentrum und Schnittstelle für Künstler, Handwerker, Wissenschaftler und die Öffentlichkeit in St. Gallen. Die Institution unterteilt sich in die Kunstbibliothek, das Werkstoffarchiv, das Atelierhaus und das Kesselhaus Josephsohn. In der Kunstgießerei und dem Fotolabor können künstlerische Produktionen oder Restaurationen ausgeführt werden.



 

Die Kunstbibliothek, mit einem Bestand aus rund 25.000 Büchern, zeichnet sich durch ihre dynamische Ordnung aus. Hier wird jedes Buch mit einem RFID-Etikett (Radio-Frequency Identification, ein durch Funk ortbarer, informationsspeichernder Aufkleber) versehen, sodass der Bestand digital erfassbar wird. Eine Antenne fährt durch eine automatisierte Mechanik gesteuert, an den Regalen entlang und erstellt einen digitalen Index und ermöglicht so eine permanente Inventur. Die Folge, dass kein Buch einen fixen Standort in der Bibliothek hat und dass die Anordnung der Bücher sich den Nutzern anpasst, ist Teil der innovativen Errungenschaft dieses Systems und erhöht außerdem die Wahrscheinlichkeit für serendipische Entdeckungen.

Zudem entstand eine neue Form des Bestandskatalogs, der auch online ermöglicht einzusehen welches Buch an welcher Stelle zu finden ist und so neue Formen der Benutzung unterstützt. Basierend auf diesem System wurde ein Bibliozine entwickelt, eine Layoutvorlage, welche die analoge Recherche abbildet und in einem Zine für einen selbst und andere zusammenfasst. Für die Konzeption und die Umsetzung dieses Projektes arbeiten seit 2013 vier Designer und Entwickler zusammen.

Die Beschäftigung mit dem System mündete in dem Wunsch nach einem Dialog zur Thematik. So findet am 23. November 2017 ein Gesprächsabend mit Juja Chakarova, der Bibliotheksleiterin am Max Planck Institut Luxemburg sowie Anthon Astrom und Lukas Zimmer, zwei der Designer und Entwickler der Bibliothek, statt.

Die Thematik der Ausstellung „Ophans Papers“, die in der Kunstbibliothek noch bis zum 28. Januar 2018 zu sehen ist, harmoniert sehr gut mit der dynamischen Ordnung der Bibliothek. Da der Großteil der Bücher aus persönlichen Sammlungen stammt, ist es nicht ungewöhnlich beim Durchblättern immer wieder auf Notizen und Recherchen der ursprünglichen Besitzer zu stoßen. Der Genfer Künstler und Verleger Izet Sheshivari schafft in der Ausstellung den archivierten Gedankenansätzen eine Plattform. Auch die in Büchern beigefügten Zeitungsartikel werden zum Bestandteil der Ausstellung. Bei dieser Ausstellung wird die intuitive Vernetzung von Nutzer und Informationen in Bibliotheken sichtbar.



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